VroniPlag Wiki

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Herausragende Quellen

  • An einigen Stellen wird korrekt aus der Wikipedia zitiert, was u.a. zeigt, dass die Autorin zu einer korrekten Zitierweise in der Lage gewesen wäre, siehe zum Beispiel S. 391, Fußnote 9.
Ymh S.391 Fn 9

Herausragende Fundstellen

  • Einige Fragmente liefern klare Indizien, dass Texte aus Wikipedia-Artikeln per Copy-&-Paste übernommen wurden:
    • Fragment 347 07: Ein Tippfehler im Wikipedia-Artikel wird mitkopiert.
    • Fragment 350 05: Tippfehler im Wikipedia-Artikel werden mitkopiert.
    • Fragment 351 01: Tippfehler im Wikipedia-Artikel werden mitkopiert.
    • Fragment 364 05: Eine Bildunterschrift im Wikipedia-Artikel wird mitkopiert.
    • Fragment 376 04: Der Verweis auf eine Endnote wird mitkopiert.
    • Fragment 342 01: Der Verweis in der Wikipedia "(siehe Major non-NATO ally)" wird mitübernommen.
    • Fragment 354 01: Der Verweis in der Wikipedia "(siehe auch Clipper-Chip)" wird mitübernommen.
    • Fragment 690 10: Der Verweis in der Wikipedia "(siehe auch Happening)" wird mitübernommen.
    • Fragment 691 01: Der Verweis in der Wikipedia "(siehe Gegenöffentlichkeit)" wird mitübernommen.
  • Fragment 369 06: "To learn more, visit the Task Force web site." wird mitkopiert.
  • Fragment 684 22: Aus einem "Politiklexikon" wird ein Artikel ohne Quellenangabe übernommen.

Andere Beobachtungen

  • "Das Buch konnte aus den Mitteln der Fondation Bourdieu realisiert werden.", S. 816
  • "Der Band D.S. ist als Monografie kumulativ angelegt. Er enthält Beiträge, die zwischen 2009 und 2014 entstanden sind, Beiträge, die für dieses Buch zu Ende geschrieben und Beiträge, die vollständig neu verfasst wurden. Darüber hinaus enthält der Band im Format „Curating“ fünf kuratorische Beiträge, die teils aus der D.A. übernommen wurden. Beiträge, die in anderen Kontexten bereits publiziert wurden, sind für das vorliegende Buch gründlich überarbeitet und aktualisiert worden.", S. 43
  • "Der vorliegende Band besteht, ähnlich wie sein Vorgängerband, aus fünf Clustern, die fünf Themenschwerpunkte repräsentieren. Die Cluster setzen sich wiederum aus fünf Formaten zusammen. Die Formate lassen sich in Essay, Public Lecture, Curating, Case Study einteilen, so dass in jedem Cluster, das jeweils mit einer eigenen Einführung versehen ist, verschiedene empirische Zugänge zu dem jeweiligen Themenschwerpunkt deutlich werden.", S. 20
Fremdtextübernahmen findet man in: Einleitung, Cluster 1, Cluster 2, Cluster 3, Cluster 4 und Cluster 5, siehe Kapitelübersicht.
Folgende Abschnitte weisen zahlreiche Fremdtextübernahmen auf:
C2_Case Study 1
A. Visual Essay [320]
THE AGENCY_Das Design der US-Welt-Raum-Regierung [322] 323, 324, 331, 336, 337, 341, 342, 343, 345, 346, 347, 348, 349, 350, 351, 352, 353, 354, 355, 356, 357, 358, 359, 360, 361, 362, 363, 364, 365, 366, 369, 372, 373, 374, 375, 376, 377, 378, 379, 381
B. Kommentar [382]
Protecting the Homeland! Oder: Wie die US-Heimatschutzindustrie die Welt rettet [385] 386
C3_Essay 7 [438]
Prekärsein in der Symptomgesellschaft: Zur Prekarisierung der Wahrnehmung durch mediokratische Operationen 442, 443, 447, 449, 450, 452, 453, 463
C4_Case Study 6
A. Visual Essay [656]
GUERILLA TRANSIT© – Situationistisch-Globalisierungskritische Plattform an der HfG Karlsruhe (2007-2012)
B. Kommentar [676]
Guerilla Transit 676, 677, 678, 679, 680, 681, 682, 683, 684, 685, 686, 687, 688, 689, 690, 691, 692
  • Die Verfasserin hat 2008 an der Akademie der bildenden Künste Wien ihre Dissertation vorgelegt, zu der es ebenfalls eine Plagiatsdokumentation im VroniPlag Wiki gibt, siehe Mlv.
    Die Beobachtungen, die bereits zu jener Arbeit möglich waren (insbes. bzgl. Übernahmepraktiken sowie Nutzung von Wikipedia-Inhalten), decken sich weitgehend mit denen zur Habilitationsschrift.
  • Die Autorin ist durchaus in der Lage, korrekt zu zitieren. Beispielsweise kennzeichnet sie auf Seite 708 ein wörtliches Zitat aus Spiegel Online korrekt mit Anführungszeichen und Quellenangabe (siehe FN 7).
  • Von den 79 bisher festgestellten Übernahmequellen werden 47 in der Arbeit nirgends genannt, darunter 45 Wikipedia-Artikel.
  • Die veröffentlichte Habilitationsschrift enthält kein Verzeichnis der verwendeten Literatur (abgesehen von separaten Verzeichnissen zu 3 Einzelkapiteln an deren jeweiligem Ende: "C1_Essay 3", S. 133 f.; "C2_Essay 4", S. 238-244; "C4 Case Study 6", S. 695-698).
  • Die von 1999 bis 2018 gültige Habilitationsordnung der Universität St. Gallen definiert die zu erstellende Habilitationschrift in Artikel 8 (Art der Arbeit) wie folgt:
"1 Die schriftliche Habilitationsleistung ist eine selbständige qualifizierte Arbeit von bedeutendem wissenschaftlichen Wert aus dem Fachgebiet, für das die venia legendi angestrebt wird."
  • Angaben zu einzuhaltenden Standards und abzugebenden Erklärungen bei Habilitationsschriften finden sich in der Habilitationsordnung nicht; für die Abfassung und Publikation von Dissertationen an der Universität St. Gallen sehen Ausführungsbestimmungen vom 10. Dezember 2007 vor:
"Art. 25. Mit der Dissertation sind von allen Doktorierenden folgende Erklärungen abzugeben:
a) Erklärung, dass die Dissertation ohne unerlaubte Hilfe verfasst wurde (Selbstständigkeitserklärung);
b) Erklärung, dass die wissenschaftlichen Zitierregeln eingehalten wurden;
[...].
Die Erklärungen sind von den Doktorierenden handschriftlich zu unterzeichnen."
  • Die bei der Einreichung von Bachelor-, Master-, und Doktorarbeiten geforderte Selbständigkeitserklärung hat (2009, für Dissertationen) den Wortlaut (PDF):
"Ich erkläre hiermit,
- dass ich die vorliegende Arbeit ohne fremde Hilfe und ohne Verwendung anderer als der angegebenen Hilfsmittel verfasst und bei keiner anderen Universität eingereicht habe,
- dass ich sämtliche verwendeten Quellen erwähnt und gemäss den gängigen wissenschaftlichen Regeln korrekt zitiert habe."
  • Die Universität St. Gallen weist Studenten und Examenskandidaten seit 2004 auf ihr in jenem Jahr erstelltes "Merkblatt: Zitat und Plagiat" (PDF) hin. Darin wird unter anderem aus zwei Schweizer Instruktionsbüchern (Forstmoser/Ogorek 32003, Metzger 62004) zitiert und festgestellt:
"'Es gehört aber zum ‚Ehrenkodex’ wissenschaftlichen Arbeitens, die Leser genau wissen zu lassen, woher Sie welche Informationen bezogen oder ‚ausgeliehen’ haben. Tun Sie dies nicht, setzen Sie sich dem Vorwurf wissenschaftlicher ‚Unehrlichkeit’ aus, die als Plagiat bezeichnet wird. Deshalb gilt der Grundsatz: Jede Information, die nicht zum Allgemeinwissen in einem Fachgebiet gehört oder nicht Ihren eigenen Gedanken und Arbeiten entspringt, müssen Sie als solche kennzeichnen, d.h. dokumentieren.' (Ch. Metzger: Lern- und Arbeitsstrategien. 6. Auflage, Aarau 2004, S. 117)
1. Folgen eines Plagiats:
In jüngerer Zeit treten vermehrt Plagiatsfälle auf, auch an der HSG. Ein Plagiat ist aber kein Kavaliersdelikt, sondern ist nichts anderes als geistiger Diebstahl. In rechtlicher Hinsicht stellt es eine schwerwiegende Unredlichkeit dar, die nach Art. 36 des Universitätsgesetzes (UG) zu ahnden ist. [...]
2. Grundregeln des Zitierens
Forstmoser und Ogorek stellen die Grundregeln des korrekten Zitierens wie folgt dar:
'Der Grundsatz ist klar: Immer wenn ein fremder Text oder anderes fremdes Gedankengut in die eigene Arbeit Aufnahme findet, muss unmissverständlich auf die Quelle hingewiesen werden. Das gilt für wörtliche Zitate, aber auch für andere Bezugnahmen.'" [...]
3. Bedeutung des Internet
Das Internet stellt den Studierenden eine unerschöpfliche Quelle an Texten zur Verfügung. Die Versuchung, sich dieser Quelle auch für Plagiate zu bedienen ist naturgemäss gross. (vgl. z.B. www.hausarbeiten.de) Noch grösser ist aber das Risiko, dass Plagiate über das Internet auch entdeckt werden. Suchmaschinen wie Google oder spezielle Software erlauben es heute, Plagiate mit relativ geringem Aufwand aufzudecken. [...]"

Statistik

  • Es sind bislang 120 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei 78 von diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Bei 42 Fragmenten ist die Quelle zwar angegeben, die Übernahme jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet („Bauernopfer“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 506 Seiten im Hauptteil. Auf 91 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 18 % entspricht.
    Die 506 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 415
0 % - 50 % Plagiatsanteil 45
50 % - 75 % Plagiatsanteil 6
75 % - 100 % Plagiatsanteil 40
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: Es sind, konservativ geschätzt, rund 8 % des Textes im Hauptteil der Arbeit.


Illustration

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, gelb=Bauernopfer)

Ymh col

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

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Anmerkung: Die Grafik repräsentiert den Analysestand vom 29. Mai 2023.