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Angaben zur Quelle [Bearbeiten]

Autor     Günther Steinkamp
Titel    Sozialstruktur und Sozialisation
Sammlung    Neues Handbuch der Sozialisationsforschung
Herausgeber    Klaus Hurrelmann / Dieter Ulich
Ort    Weinheim / Basel
Verlag    Beltz
Ausgabe    4., völlig neubearb. Aufl.
Jahr    1991
Seiten    251-277

Literaturverz.   

ja
Fußnoten    ja
Fragmente    7


Fragmente der Quelle:
[1.] Mhe/Fragment 042 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-11-28 16:09:46 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Steinkamp 1991

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
52.204.227.89
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 2-11
Quelle: Steinkamp 1991
Seite(n): 251, Zeilen: li. Sp. 16 ff., re. Sp. 1 ff.
In den sechziger Jahren, der Zeit [sic] in der die 1937-1946 Geborenen ihre Jugendzeit erlebten, bekam die theoretische und empirische Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang zwischen den von sozialen Strukturen gegebenen Lebenschancen und der Entwicklung individueller Handlungsmuster eine besondere Aktualität. Sie wurde einerseits ausgelöst durch die umfassende Mobilisierung von personellen Ressourcen, von Begabten [sic] die für die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik benötigt wurden und als wichtige Voraussetzung für die internationale Konkurrenzfähigkeit angesehen wurden (vgl. Kapitel 1). Andererseits aber gab es zunehmende Zweifel an der Realisierung des „meritokratischen Ideals“ (Steinkamp 1991, S.251) der Chancengleichheit.

[Literaturverzeichnis S. 187]

Steinkamp, G. (1991),Sozialstruktur und Sozialisation In: Hurrelmann, K.; Ulich, D. Neues Handbuch der Sozialisationsforschung, Weinheim, Basel,

Die theoretische und empirisch-analytische Durchdringung des komplexen Zusammenhangs zwischen den von sozialen Strukturen gegebenen Lebenschancen und der Entwicklung individueller Handlungsfähigkeit gehört seit den Arbeiten von Karl Marx, Emile Durkheim und Max Weber zu den klassischen Themen der Soziologie. Sie erhält zunächst ab etwa Mitte der dreißiger Jahre in den USA, dann aber auch mit einem time lag von etwa dreißig Jahren in anderen westlichen Industriegesellschaften aus zwei Gründen eine besondere Aktualität. Einmal wird — ausgelöst vor allem durch den „Sputnikschock“ (1957) — die umfassende Mobilisierung von personalen Ressourcen („Suche nach Begabungsreserven“) als wichtige Voraussetzung für die internationale Konkurrenzfähigkeit angesehen. Zum anderen wachsen Zweifel an der Realisierung des für moderne Gesellschaften konstitutiven meritokratischen Ideals der Chancengleichheit.
Anmerkungen

Zwar wird für das Zwei-Wörter-Zitat die Quelle genannt, aber dem Rezipienten erschließt sich nicht der Umfang der Übernahme.

Im ersten Satz überträgt die Verf.in eine Aussage der Quelle über ein klassisches Thema der Soziologie, lässt diesen Kontext jedoch weg.

Durch den Verweis auf Kapitel 1 erweckt sie den Eindruck, sie beschreibe mit eigenen Worten einen Teil dessen Inhalts.
Zudem ist nicht ohne Weiteres erkennbar, inwiefern sie sich dort mit der Mobilisierung von personellen Ressourcen beschäftigt, die "als wichtige Voraussetzung für die internationale Konkurrenzfähigkeit angesehen wurden".

Der Inhalt wird in Fragment 070 09 wiederholt.

Sichter
(52.204.227.89) Schumann


[2.] Mhe/Fragment 048 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-12-01 15:35:18 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Steinkamp 1991, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
103.7.43.173
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 48, Zeilen: 20-33
Quelle: Steinkamp 1991
Seite(n): 256, Zeilen: li. Sp. 44 ff., re. Sp. 1 ff.
Durch das starre Festhalten der schichtspezifischen Sozialisationsforschung an den alten vertikalen Dimensionen sozialer Ungleichheit werden die durch sozialstrukturelle Wandlungsprozesse entstehenden „neuen“ Ungleichheiten (Hradil 1987, S.47) weitestgehend vernachlässigt. Die Konzentration auf Ungleichheiten, die auf Leistungsqualifikationen zurückzuführen sind, wie Bildung, Beruf und Einkommen, führen dazu, daß jene Bevölkerungsgruppen, die Versorgungsansprüche aus öffentlichen Leistungen (z.B. aus dem Sozialversicherungssystem) beziehen, aus der Analyse sozialer Ungleichheit ausgeklammert werden. Sozialstaatliche Leistungen, so im Bereich der Bildung, der im Wohnumfeld bezogenen Infrastruktur und der Sozialpolitik [sic] relativieren jedoch die Bedeutung der ökonomischen Stellung immer mehr. (vgl. Hradil 1987). Soziale Beziehungen, Bevorzugungen und Benachteiligungen, die mit Merkmalen wie Geschlecht, Alter, Generation, Region [sic] und Rasse zusammenhängen und „weitgehend soziokulturell bedingte Erscheinungen“ (Hradil 1987, S.88) sind, werden mit dem Schichtenkonzept nicht erfaßt.

[Literaturverzeichnis S. 182]

Hradil, S. (1987),Sozialstrukturanalyse in einer fortgeschrittenen Gesellschaft. Von Klassen und Schichten zu Lagen und Milieus., Opladen,

b) Die in der Theoriediskussion sozialer Ungleichheit zu beachtende Stagnation, ihr unflexibles Beharren auf dem schon von Max Weber entwickelten Konzept [sic] hat wohl auch die Entwicklung eines zeitgemäßen, realitätsangemessenen Modells sozialer Schichtung in der Sozialisationsforschung blockiert. Das ihr zugrundeliegende Schichtenmodell vernachlässigt durch seine Fixierung auf traditionelle vertikale Dimensionen sozialer Ungleichheit „neue“ Ungleichheiten, die durch sozialstrukturelle Wandlungsprozesse und/oder durch die Verlagerung des Problembewußtseins zunehmend an Bedeutung gewinnen (Beck 1983, 1986; Kreckel 1983, 1987; Hradil 1983, 1987; Steinkamp 1983, 1986; Geißler 1987).

Mit der Konzentration auf „alte“ Ungleichheiten und deren Reduktion auf die „meritokratische Triade von Bildung, Beruf und Einkommen“ (Kreckel 1987, 102) werden alle die Ungleichheiten ausgeklammert, die nicht auf Leistungsqualifikationen zurückzuführen sind. [...] Im Hinblick auf den materiellen Aspekt von Ungleichheitslagen müssen Bevölkerungsgruppen Berücksichtigung finden, die sich durch unterschiedliche Versorgungsansprüche gegenüber dem Sozialversicherungssystem und durch Versorgungschancen über öffentliche Güter bestimmen lassen. [...] Sozialstaatliche Leistungen z.B. im Bereich Bildung, Wohnumfeld und der Sozialpolitik relativieren die Relevanz der ökonomischen Position immer mehr (Beck 1983, 38; Hradil 1989, 47). Insgesamt handelt es sich bei den „neuen“ sozialen Ungleichheiten weitgehend um politisch-administrativ ausgehandelte und sozio-kulturell geprägte Ungleichheiten (Hradil 1987, 118), die die Lebenslage von immer mehr Menschen in zunehmenden Maße beeinflussen. Neben den erwähnten Ungleichheiten der Wohlfahrtsteilhabe und der sozialen Absicherung handelt es sich hier um Ungleichheiten der Infrastrukturversorgung, der Integration in soziale Netzwerke, der Freizeitbedingungen‚ aber auch um die mit askriptiven Merkmalen wie Geschlecht, Alter, Generation, Region [sic], ethnische Zugehörigkeit etc. zusammenhängenden Bevorzugungen und Benachteiligungen, die oft „quer“ zu den durch das Erwerbsleben erzeugten liegen.


[Literaturverzeichnis S. 661]

Hradil, S. (1987). Sozialstrukturanalyse in einer fortgeschrittenen Gesellschaft. Opladen: Leske & Budrich.

Hradil, S. (1989). Sozialisationsmilieus. Neue theoretische Konzepte und empirische Vorgehensweisen jenseits sozialstruktureller und sozialökologischer Sozialisationsforschung. Referat auf der Frühjahrstagung der DGS-Sektion „Familien und Jugendsoziologie“ am 14./15.04.1989 in Bamberg.

Anmerkungen

Die Quelle, die der Verf.in als Vorlage dient, wird nicht genannt.

Zwei Hradil-Zitate schlägt sie zwar selbstständig in seiner 1987 erschienenen Monografie nach, dennoch überwiegt hier der Anteil des unter einigem Umformulierungsaufwand übernommenen Gedankenguts deutlich.
Den spezifischen Verweis Steinkamps (1991) u.a. auf ein Referat von Hradil (1989) ersetzt sie durch einen unspezifischen Verweis auf Hradil (1987).

Der letzte Satz weicht inhaltlich zwar von der Vorlage ab, wird aber wegen der signifikanten wörtlichen Übereinstimmungen trotzdem als Plagiat gewertet. Bei dem dort von der Verf.in aus der Quelle kopierten Begriff "Region" dürfte es sich in diesem Zusammenhang um eine Fehlschreibung von Religion handeln.

Sichter
(103.7.43.173) Schumann


[3.] Mhe/Fragment 055 10 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-11-28 19:34:00 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Steinkamp 1991, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
52.204.227.89
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 55, Zeilen: 10-13, 16-18
Quelle: Steinkamp 1991
Seite(n): 261, Zeilen: li. Sp. 15 ff.
Kohn bleibt dem schichtspezifischen Ansatz in allen Analysen treu, indem er die Arbeitsbedingungen als abhängig von der Schichtposition auffaßt. Dabei wirken die Arbeitsbedingungen als Mittler zwischen sozialer Schicht und familialer Sozialisation.

[...]
So hat Bertram (1978) zeigen können, daß Arbeitsbedingungen auch unabhängig von der Schichtdimension variieren und damit auch von ihr unabhängig familiale Sozialisationsprozesse beeeinflussen.

Während Kohn dem schichtenspezifischen Ansatz in allen seinen Analysen verhaftet bleibt, indem er die Arbeitsbedingungen (die er als intervenierende Variable zwischen sozialer Schicht und familialer Sozialisation auffaßt) als abhängig von der Schichtposition ansieht, steht bei den Untersuchungen von Bertram (1978) und Steinkamp und Stief (1978) die Annahme im Vordergrund, daß Arbeitsbedingungen auch unabhängig von der Schichtdimension variieren und damit auch unabhängig von dieser sozialisatorische Prozesse auf der Familienebene beeinflussen.

[Literaturverzeichnis S. 624]

Bertram, H. (1978). Gesellschaft, Familie und moralisches Urteil. Weinheim: Beltz.

[Literaturverzeichnis S. 708]

Steinkamp, G. & Stief, W.H. (1978). Lebensbedingungen und Sozialisation. Die Abhängigkeit von Sozialisationsprozessen in der Familie von ihrer Stellung im Verteilungssystem ökonomischer, sozialer und kultureller Ressourcen und Partizipationschancen. Opladen: Westdeutscher Verlag.

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.

Die Verf.in übernimmt an dieser Stelle Steinkamps (1991) Rezeption von Kohn und Bertram (1978).

Bertram (1978) wird zudem in der untersuchten Arbeit an keiner anderen Stelle erwähnt – es bleibt somit unklar, welchen Titel die Verf.in damit meint.

Die ersten beiden Sätze werden etwas abgewandelt in Fragment 131 01 wiederholt.

Sichter
(52.204.227.89) Schumann


[4.] Mhe/Fragment 070 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-11-28 19:15:28 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Steinkamp 1991

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
52.204.227.89
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 9-17
Quelle: Steinkamp 1991
Seite(n): 251, Zeilen: li. Sp. 16 ff., re. Sp. 1 ff.
Die umfassende Mobilisierung von personellen Ressourcen, von Begabten, die für die wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik benötigt und als wichtige Voraussetzung für die internationale Konkurrenzfähigkeit angesehen wurden (vgl. Kapitel 1) führte ebenso wie die zunehmenden Zweifel an der Realisierung des „meritokratischen Ideals“ (Steinkamp 1991, S.251) der Chancengleichheit, [sic] in den sechziger Jahren - der Zeit [sic] in der 1937-1946 Geborenen [sic] ihre Jugendzeit erlebten - zu einer verstärkten theoretischen und empirischen Auseinandersetzung mit dem Zusammenhang zwischen den von sozialen Strukturen gegebenen Lebenschancen und der Entwicklung individueller Handlungsmuster.

[Literaturverzeichnis S. 187]

Steinkamp, G. (1991),Sozialstruktur und Sozialisation In: Hurrelmann, K.; Ulich, D. Neues Handbuch der Sozialisationsforschung, Weinheim, Basel,

Die theoretische und empirisch-analytische Durchdringung des komplexen Zusammenhangs zwischen den von sozialen Strukturen gegebenen Lebenschancen und der Entwicklung individueller Handlungsfähigkeit gehört seit den Arbeiten von Karl Marx, Emile Durkheim und Max Weber zu den klassischen Themen der Soziologie. Sie erhält zunächst ab etwa Mitte der dreißiger Jahre in den USA, dann aber auch mit einem time lag von etwa dreißig Jahren in anderen westlichen Industriegesellschaften aus zwei Gründen eine besondere Aktualität. Einmal wird — ausgelöst vor allem durch den „Sputnikschock“ (1957) — die umfassende Mobilisierung von personalen Ressourcen („Suche nach Begabungsreserven“) als wichtige Voraussetzung für die internationale Konkurrenzfähigkeit angesehen. Zum anderen wachsen Zweifel an der Realisierung des für moderne Gesellschaften konstitutiven meritokratischen Ideals der Chancengleichheit.
Anmerkungen

Zwar wird für das Zwei-Wörter-Zitat die Quelle genannt, aber dem Rezipienten erschließt sich nicht der Umfang der Übernahme.

Die Verf.in überträgt u.a. eine Aussage der Quelle über ein klassisches Thema der Soziologie, lässt diesen Kontext jedoch weg.

Durch den Verweis auf Kapitel 1 erweckt sie den Eindruck, sie beschreibe mit eigenen Worten einen Teil dessen Inhalts.
Zudem ist nicht ohne Weiteres erkennbar, inwiefern sie sich dort mit der Mobilisierung von personellen Ressourcen beschäftigt, die "als wichtige Voraussetzung für die internationale Konkurrenzfähigkeit angesehen wurden".

Der Inhalt findet sich bereits in abgewandelter Form in Fragment 042 02.

Sichter
(52.204.227.89) Schumann


[5.] Mhe/Fragment 109 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-11-29 14:55:52 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Steinkamp 1991, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
52.204.227.89
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 3-7
Quelle: Steinkamp 1991
Seite(n): 259, Zeilen: re. Sp. 34 ff.
Dabei lehnen wir uns an die Überlegungen von Melvin Kohn an, der in seinen Studien von der Annahme ausgeht, daß die Wertvorstellungen, Denkweisen und Ansichten über die Gesellschaft, aber auch die Wesensmerkmale der Persönlichkeit eines Menschen und das daraus resultierende Verhalten Bestandteil seiner Stellung in der Sozialstruktur ist. Sämtlichen Untersuchungen Kohns unterliegt die basale Annahme, daß Attitüden wie Wertvorstellungen, Ideologien, Gesellschaftsbilder, aber auch Persönlichkeitseigenschaften von Menschen einschl. ihrer (von Situationsbedingungen abhängigen) „Umsetzung“ in Verhalten eine Funktion ihrer Stellung in der Sozialstruktur ist (Steinkamp 1983, 105).

[Literaturverzeichnis S. 708]

Steinkamp, G. (1983). Auf der Suche nach den sozialstrukturellen Bedingungen sozialen Handelns: Melvin L. Kohn. Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungsoziologie, 3 (1), 105-116.

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.

Das Fragment besteht zwar 'nur' aus einem - stark umformulierten - Satz, der sich aber über 5 Zeilen hinzieht und auch inhaltlich nicht trivial ist. Hinreichend erkennbar bleibt im Vergleich, dass anders als ausgeführt sich die Verfasserin hier nicht eigenständig an Kohn "anlehnt", sondern sie de facto nur die Kohn-Rezeption Steinkamps übernimmt, was jedoch unausgewiesen bleibt.

Eine gekürzte, etwas abgewandelte Wiederholung des Inhalts findet sich in Fragment 163 23.

Sichter
(52.204.227.89) Schumann


[6.] Mhe/Fragment 131 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-11-28 18:21:14 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Steinkamp 1991, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
52.204.227.89
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 1-3
Quelle: Steinkamp 1991
Seite(n): 261, Zeilen: li. Sp. 15 ff.
Kohn sieht die Arbeitsorientierungen als abhängig von der Schichtposition an. Dabei wirken für ihn die Arbeitsbedingungen als Mittler zwischen sozialer Schicht und familialer Sozialisation. Während Kohn dem schichtenspezifischen Ansatz in allen seinen Analysen verhaftet bleibt, indem er die Arbeitsbedingungen (die er als intervenierende Variable zwischen sozialer Schicht und familialer Sozialisation auffaßt) als abhängig von der Schichtposition ansieht [...]
Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.

Der Inhalt des Fragments findet sich bereits in der oberen Hälfte von Fragment 055 10.

Sichter
(52.204.227.89) Schumann


[7.] Mhe/Fragment 163 23 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-12-01 17:21:23 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Steinkamp 1991, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
202.73.53.22
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 163, Zeilen: 23-36
Quelle: Steinkamp 1991
Seite(n): 259; 260, Zeilen: 259: re. Sp. 34 ff.; 260: li. Sp. 4 ff., 41 ff.
Kohn geht davon aus, daß Wertvorstellungen, Gesellschaftbilder und Persönlichkeitmerkmale von Menschen eine Funktion ihrer Stellung in der Sozialstruktur sind. Als bedeutendste Dimension der Sozialstruktur sieht er die hierarchische Ordnung sozialer Schichten an, die aus der unterschiedlichen Verteilung von Macht, Privilegien und Ansehen resultiert. Die Schichtzugehörigkeit bringt, so Kohn, systematisch unterschiedliche Lebensbedingungen hervor, die die Vorstellung der Menschen über ihre gesellschaftliche Wirklichkeit tiefgehend beeinflussen. Je nach Höhe der gesellschaftlichen Position können eigene Entscheidungen und Handlungen durchgesetzt werden oder auch nicht. Selbstbestimmung, als Ausdruck des Handelns auf der Grundlage des eigenen Ich-Urteils, Aufgeschlossenheit, moralische Standards persönlich zu verantworten, ist nach Kohn nur möglich, wenn die realen Lebensbedingungen eigene Handlungsfreiheit lassen. Da in der Industriegesellschaft der sechziger Jahre, in der dieser Ansatz entstand, der Beruf eine zentrale Rolle im Leben der Menschen spielte, geht Kohn davon aus. [sic] daß die Berufsbedingungen, die die Ausübung von Selbstbestimmung [fördern oder hemmen, nicht nur Einfluß auf die Vorstellungen der Menschen von der Arbeit und ihrer Rolle in der Arbeit haben, sondern auch auf ihre Sicht von der Welt, ihrem Selbst sowie die Erziehung ihrer Kinder.] [Seite 259]

Sämtlichen Untersuchungen Kohns unterliegt die basale Annahme, daß Attitüden wie Wertvorstellungen, Ideologien, Gesellschaftsbilder, aber auch Persönlichkeitseigenschaften von Menschen einschl. ihrer (von Situationsbedingungen abhängigen) „Umsetzung“ in Verhalten eine Funktion ihrer Stellung in der Sozialstruktur ist (Steinkamp 1983, 105). Ihre bedeutsamste Dimension ist für Kohn die hierarchische Ordnung sozialer Schichten, die aus einer differentiellen Verteilung von Macht, Privilegien und Ansehen resultiert (Kohn 1981, 204). „Die Schichtzugehörigkeit ist für das menschliche Verhalten von Bedeutung, weil sie systematisch unterschiedliche Lebensbedingungen mit sich bringt, welche die Ansichten der Menschen über ihre gesellschaftliche Wirklichkeit tiefgehend beeinflussen. Das Wesen der höheren gesellschaftlichen Position besteht darin, daß die eigenen Entscheidungen und Handlungen durchgesetzt werden können;

[Seite 260]

[...] Selbstbestimmung — d. h. zu handeln auf der Grundlage des eigenen Urteils, zu achten auf die innere Dynamik sowie auf die äußeren Konsequenzen, aufgeschlossen zu sein, anderen zu vertrauen, persönlich verantwortete moralische Standards zu haben — ist nur dann möglich, wenn die realen Lebensbedingungen einige [sic] Handlungsfreiheit lassen und wenn das Gefühl der Kontrolle über das eigene Schicksal begründet ist. [...]“ (Kohn 1981, 203).

[...]

„In der Industriegesellschaft, in der der Beruf eine zentrale Rolle im Leben der Menschen spielt, machen sich die Berufsbedingungen, die die Ausübung von Selbstbestimmung fördern oder hemmen, allmählich in den Absichten der Menschen nicht nur von der Arbeit und ihrer Rolle bei der Arbeit, sondern auch von der Welt und vom Selbst bemerkbar. [...]“ (Kohn 1981, 217).


[Literaturverzeichnis S. 669]

Kohn, M.L. (1981). Persönlichkeit, Beruf und soziale Schichtung. Stuttgart: Klett-Cotta.

[Literaturverzeichnis S. 708]

Steinkamp, G. (1983). Auf der Suche nach den sozialstrukturellen Bedingungen sozialen Handelns: Melvin L. Kohn. Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungsoziologie [sic], 3 (1), 105-116.

Anmerkungen

Die Quelle wird nicht genannt.

Bei Kohn (1981) heißt es auf S. 204 im angeführten Zusammenhang:
"Das Phänomen, mit dem ich mich befasse, die hierarchische Verteilung von Macht, Privilegien und Ansehen, bestimmt ein System sozialer Schichtung."
Die Ausdrücke "bedeutsamste" bzw. "bedeutendste Dimension" und "hierarchische Ordnung sozialer Schichten" finden sich dem Wortlaut nach dort nicht; auch ist an der von Steinkamp (1991) angegebenen Stelle nicht von einer "differentiellen" bzw. "unterschiedlichen", sondern einer "hierarchische[n] Verteilung" die Rede.

Der erste Satz dieses Fragments findet sich bereits in erweiterter Form in Fragment 109 03.

Für die letzten drei Sätze des Fragments könnte man zu Gunsten der Verf.in zwar argumentieren, dass sie – wenn auch sehr wortnah und ohne Erwähnung des Titels – lediglich Inhalte aus Kohn (1981), der ihr vorliegt, referiert, die auch von Steinkamp wörtlich zitiert werden; andererseits macht die Synopse aber deutlich, dass sie hier dessen Kohn-Rezeption übernimmt. Einzig die abschließende Ergänzung "sowie die Erziehung ihrer Kinder" stammt von ihr selbst.

Sichter
(202.73.53.22) Schumann