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Herausragende Fundstellen

  • Eine ungekennzeichnete Übernahme auf etwa drei Seiten am Stück aus Esser 2006 findet sich auf S. 75–78.
  • Bisher (Stand: 5. Mai 2024) haben sich 16 (Unter-)Kapitel als vollständig und weitere 9 als nahezu vollständig bzw. größtenteils übernommen erwiesen; siehe → Kapitelübersicht.

Herausragende Quellen

  • Unter den wissenschaftlichen Texten stechen hervor
    • der Fachzeitschriftenbeitrag Brandt 2002, der als Quelle für ein Dutzend teils ganzseitiger Übernahmen dient,
    • die Dissertation Clouth 2001, aus der über die ganze Arbeit verteilt ein knappes Dutzend Auszüge übernommen werden, sowie
    • von Randow 1996, ein Arbeitspapier, aus dem u. a. die Seiten 21–28 mit kleinen Änderungen entnommen sind.
  • Beachtlich sind auch die Übernahmen längerer Auszüge aus Urteilen des Bundesgerichtshofs, die (etwa auf S. 31 f., 158 f.) durchaus seitenfüllend geraten können. Zitate dieses Umfangs würden nach juristischer Üblichkeit entweder vermieden oder typographisch gekennzeichnet werden; meist wird aber eine sinngemäße Wiedergabe als indirektes Zitat gewählt.
  • Ungewöhnlich umfangreich sind die wörtlichen Übernahmen aus Gesetzen und Verordnungen. Stellvertretend dokumentiert sind
  • Von den bisher festgestellten 37 Übernahmequellen sind 9 in der Arbeit nirgends genannt.

Andere Beobachtungen

Deckblatt

  • Das Deckblatt der Dissertation weist einige Tippfehler auf.

Zitiertechnik

  • Der Verfasser weiß, dass wörtliche Übernahmen gekennzeichnet werden müssen, da er
    • die Erfüllung jener in der Promotionsordnung der Juristischen Fakultät explizit formulierten Anforderung bei seinem Antrag auf Zulassung zur Promotion eidesstattlich versichern musste („Erklärung darüber, dass [...] insbesondere wörtlich übernommene Ausführungen in der Arbeit als solche gekennzeichnet sind“; s.a. weiter unten)
    • in seiner Dissertation zeigt, dass er wissenschaftlich korrekt zitieren kann: Auf Seite 18 oben etwa setzt er ein wörtliches Zitat von drei Wörtern Umfang („fünf Risikoarten vorgegeben“) in Anführungszeichen und versieht es mit einer Literaturfundstelle in Fn. 27. (Das dürfte eher eine Übererfüllung von Zitierstandards sein, setzt aber natürlich Maßstäbe für die übrige Arbeit.)
      Wörtliche Zitate in Anführungszeichen finden sich auch auf den Seiten 13, 24, 28, 29, 48, 61, 139 und 152–154. Überwiegend stehen jedoch Eigennamen, Fachtermini sowie Voraussetzungen gesetzlicher Vorschriften in Anführungszeichen.

Literaturverzeichnis

  • Teils arbeitet der Verfasser mit veralteten Quellen. Die Vorschriften über die Einbeziehungs- und Inhaltskontrolle von AGBen sind 2002 vom AGBG ins BGB verschoben worden (und seither auch in den Kommentierungen zum BGB erläutert). Der Verfasser zitiert noch bei Einreichung der Arbeit 2006 eine Kommentierung zum AGBG, nämlich Wolf/Horn/Lindacher, AGB-Gesetz, allerdings in der 3. Auflage 1994 statt in der 4. Auflage 1999.
  • Doppelnennung:
    • Schwintowski/Schäfer, Bankrecht, ist in zwei Auflagen (1997 und 2004) gelistet, aber in den Fußnoten, soweit erkennbar, nicht unterschiedlich ausgewiesen.
  • Die Dissertation enthält kein Abkürzungsverzeichnis. Siglen von Periodika und Gesetzeswerken (etwa BKR, EWiR, RIW, WM, WPg, ZBB, ZHR, ZIP, ZIR, ZVglRWiss) verbleiben somit unaufgelöst als arkanes Element im Text und Literaturverzeichnis der Arbeit.

Parallelen

  • Die Arbeit weist (möglicherweise bemerkenswerte) Parallelen zu einer anderen Dissertation auf, zu der es ebenfalls eine Dokumentation im VroniPlag Wiki gibt (siehe → Msr):
    Beide Arbeiten
    • sind in zeitlicher Nähe zueinander entstanden und wurden am gleichen Fachbereich der nämlichen Universität eingereicht,
    • wurden von denselben Gutachtern betreut,
    • enthalten kein Abkürzungsverzeichnis,
    • sind stark von flächigen Übernahmen vom Typ Bauernopfer geprägt.

Promotionsordnung

  • § 3 Zulassungsantrag
    „(1) Der Antrag auf Zulassung zur Promotion ist schriftlich an den Dekan der Fakultät zu richten.
    Dem Antrag sind beizufügen: [...]
    4. eine eidesstattliche Erklärung darüber, daß der Bewerber sich bei der Dissertation keiner fremden Hilfe bedient und andere als die in der Arbeit angegebenen Hilfsmittel nicht benutzt hat, insbesondere wörtlich übernommene Ausführungen in der Arbeit als solche gekennzeichnet sind;“
  • § 4 Dissertation
    „1. Die Dissertation muß eine Leistung des Bewerbers, die seine Fähigkeit zu selbständiger wissenschaftlicher Arbeit erweist, und einen Beitrag zum Fortschritt der Rechtswissenschaft darstellen. [...]
    2. Die Dissertation soll in druckreifem Zustand eingereicht werden. [...]“
  • § 19 Entziehung des Doktorgrades
    „1. Die Entziehung des Doktorgrades richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen über die Führung akademischer Grade. Für die Entziehung ist ein Beschluß des Fakultätsrats erforderlich.“

Statistik

  • Es sind bislang 114 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei 24 von diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Bei 90 Fragmenten ist die Quelle zwar angegeben, die Übernahme jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet („Bauernopfer“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 159 Seiten im Hauptteil. Auf 100 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 62.9 % entspricht.
    Die 159 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 59
0 % - 50 % Plagiatsanteil 35
50 % - 75 % Plagiatsanteil 21
75 % - 100 % Plagiatsanteil 44
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: Es sind, konservativ geschätzt, rund 32 % des Textes im Hauptteil der Arbeit.


Illustration

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, gelb=Bauernopfer)

Pt col

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

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Anmerkung: Die Grafik repräsentiert den Analysestand vom 5. Mai 2024.