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Anlegerschutz bei Derivaten

von Dr. Przemyslaw Trubicki

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[1.] Pt/Fragment 105 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2024-02-06 03:00:13 Numer0nym
BauernOpfer, DerivateV 2004, Fragment, Gesichtet, Pt, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 2-25
Quelle: DerivateV 2004
Seite(n): online, Zeilen: online
Dabei sind mindestens der kleinste, der größte und der durchschnittliche potenzielle Risikobetrag anzugeben. Risikomodelle215 sind nach § 10 Abs. 2 DerivateV dann als geeignet anzusehen, wenn bei der Ermittlung der risikobeschreibenden Kennzahlen die quantitativen Größen nach § 11 DerivateV zugrunde gelegt216, mindestens die Risikofaktoren nach § 12 DerivateV erfasst und die qualitativen Anforderungen nach § 13 DerivateV eingehalten werden und das Modell eine befriedigende Prognosegüte aufweist.


Bei der Bestimmung des potenziellen Risikobetrages für das Marktrisiko sind nach § 12 Abs. 1 DerivateV alle nicht nur unerheblichen Marktrisikofaktoren in einer dem Umfang und der Struktur des Sondervermögens angemessenen Weise zu berücksichtigen. Die den einbezogenen Optionsgeschäften eigentümlichen, mit den Kurs-, Preis-, Zinsschwankungen nicht in linearem Zusammenhang stehenden Risiken sind nach § 12 Abs. 2 DerivateV in angemessener Weise zu berücksichtigen. Besondere Zinsänderungsrisiken für die nicht gleichförmige Entwicklung kurzfristiger und langfristiger Zinssätze (Zinsstrukturrisiken) und die nicht gleichförmige Entwicklung der Zinssätze verschiedener, auf die gleiche Währung lautender zinsbezogener Finanzinstrumente mit vergleichbarer Restlaufzeit (Spreadrisiken) sind gemäß § 12 Abs. 3 DerivateV gesondert in angemessener Weise zu berücksichtigen.

§ 16 Abs. 1 DerivateV regelt den Anrechnungsbetrag für das Marktrisiko bei Anwendung der Regeln des einfachen Ansatzes. Der Anrechnungsbetrag eines Sondervermögens für das Zins- und Aktienkursrisiko oder der Währungskurs ist die Summe der Anrechnungsbeträge für das Zins- und Aktienkursrisiko oder das Währungsrisiko der einzelnen Vermögensgegenstände des Sondervermögens.


215 Risikomodelle im Sinne des KWG sind zeitbezogene, stochastische Darstellungen der Veränderungen von Marktkursen, -preisen oder –werten und ihrer Auswirkungen auf den Marktwert einzelner Finanzinstrumente oder Gruppen von Finanzinstrumenten auf der Basis der Empfindlichkeiten dieser Finanzinstrumente oder Finanzinstrumentengruppen gegenüber Veränderungen der für sie maßgeblichen risikobestimmenden Faktoren.

216 Gemäß § 11 DerivateV ist bei Ermittlung des potenziellen Risikobetrages für das Marktrisiko anzunehmen, dass die zum Geschäftsabschluss im Sondervermögen befindlichen Finanzinstrumente oder Finanzinstrumentengruppen weitere zehn Arbeitstage im Sondervermögen gehalten werden und ein einseitiges [Prognoseintervall mit einem Wahrscheinlichkeitsniveau in Höhe von 99 % sowie ein effektiver Beobachtungszeitraum vom [sic] mindestens einem Jahr zu Grunde zu legen.]

(1) [...] Dabei sind mindestens der kleinste, der größte und der durchschnittliche potentielle Risikobetrag anzugeben.


(2) Risikomodelle sind dann als geeignet anzusehen, wenn bei der Ermittlung der risikobeschreibenden Kennzahlen die quantitativen Größen nach § 11 zugrunde gelegt, mindestens die Risikofaktoren nach § 12 erfasst und die qualitativen Anforderungen nach § 13 eingehalten werden und das Modell eine befriedigende Prognosegüte aufweist. [...]

§ 11

Quantitative Vorgaben

Bei Ermittlung des potentiellen Risikobetrags für das Marktrisiko ist

1. anzunehmen, dass die zum Geschäftsschluss im Sondervermögen befindlichen Finanzinstrumente oder Finanzinstrumentsgruppen weitere zehn Arbeitstage im Sondervermögen gehalten werden, und

2. ein einseitiges Prognoseintervall mit einem Wahrscheinlichkeitsniveau in Höhe von 99 Prozent sowie ein effektiver historischer Beobachtungszeitraum von mindestens einem Jahr zugrunde zu legen.


§ 12

Zu erfassende Risikofaktoren

(1) Bei der Bestimmung des potentiellen Risikobetrags für das Marktrisiko sind alle nicht nur unerheblichen Marktrisikofaktoren in einer dem Umfang und der Struktur des Sondervermögens angemessenen Weise zu berücksichtigen.

(2) Die den einbezogenen Optionsgeschäften eigentümlichen, mit den Kurs-, Preis- oder Zinssatzschwankungen nicht in linearem Zusammenhang stehenden Risiken sind in angemessener Weise zu berücksichtigen.

(3) Besondere Zinsänderungsrisiken für die nicht gleichförmige Entwicklung kurzfristiger und langfristiger Zinssätze (Zinsstrukturrisiken) und die nicht gleichförmige Entwicklung der Zinssätze verschiedener, auf die gleiche Währung lautender zinsbezogener Finanzinstrumente mit vergleichbarer Restlaufzeit (Spreadrisiken) sind gesondert in angemessener Weise zu berücksichtigen. Bei der Bestimmung der Zinsstrukturrisiken ist eine dem Umfang und der Struktur des Sondervermögens angemessene Anzahl und Verteilung von zeitmäßig bestimmten Zinsrisikozonen zu unterscheiden; die Anzahl der Zinsrisikozonen muss mindestens sechs betragen.

[...]

§ 15

Risikobegrenzung

(1) Der Anrechnungsbetrag eines Sondervermögens für das Zins- und Aktienkursrisiko oder das Währungsrisiko darf zu keinem Zeitpunkt das Zweifache des Werts des Sondervermögens übersteigen.

[...]


§ 16

Anrechnungsbetrag für das Marktrisiko

(1) Der Anrechnungsbetrag eines Sondervermögens für das Zins- und Aktienkursrisiko oder das Währungsrisiko ist die Summe der Anrechnungsbeträge für das Zins- und Aktienkursrisiko oder das Währungsrisiko der einzelnen Vermögensgegenstände des Sondervermögens.

Anmerkungen

Hier wird nicht "nach" der Derivateverordnung referiert - es ist größtenteils deren Wortlaut, der ungekennzeichnet übernommen wird.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann



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