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Anlegerschutz bei Derivaten

von Dr. Przemyslaw Trubicki

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[1.] Pt/Fragment 084 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2023-09-23 12:55:26 WiseWoman
Basler Ausschuss 1994, Fragment, Gesichtet, Pt, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 1-8, 21-31
Quelle: Basler Ausschuss 1994
Seite(n): 2, 5, Zeilen: 5: 10 ff., 22 ff., 28 ff.; 2: 3 ff.
[Diese Grundsätze sollten mit der allgemeinen] Geschäftsstrategie des Instituts, seiner Eigenkapitalbasis, Geschäftserfahrung und allgemeinen Risikobereitschaft in Einklang stehen. Nach den Richtlinien des Ausschusses soll die Geschäftsleitung dafür verantwortlich sein, dass entsprechende Grundsätze und Verfahren für die Durchführung von Derivativgeschäften in langfristigen Planungen sowie im Tagesgeschäft beachtet werden. Es ist vor dem Einstieg in das Geschäft mit Derivaten zu beachten, dass nicht nur alle nötigen Genehmigungen eingeholt werden, sondern auch Risikokontrollsysteme vorhanden sind.


[...]

Die Richtlinien sind zwar nicht für die Aufsichtbehörden [sic] verbindlich, jedoch sind diese eine nützliche Grundlage für die Überprüfung ihrer eigenen Methoden und Verfahren, mit denen sie das Risikomanagement der Banken im Derivativgeschäft überwachen. Das genaue Vorgehen der einzelnen Aufsichtsbehörden bei der Kontrolle hängt von ihren rechtlichen Befugnissen ab, der Durchführung der Aufsicht innerhalb oder außerhalb des Instituts und der Einschaltung externer Rechnungsprüfer.

Es gibt an den Finanzmärkten die zunehmende Tendenz, dass große Institute als wichtiges Instrument der Risikomessung und des Risikomanagements immer häufiger komplizierte Modelle einsetzen. Die Aufsichtsorgane müssen daher über Mitarbeiter mit ausreichenden mathematischen Kenntnissen verfügen, die die [damit verbundenen Fragen verstehen und die Zuverlässigkeit der Verfahren überprüfen können.]

[Seite 5]


2. Das oberste Verwaltungsorgan sollte alle wichtigen Grundsätze für das Risikomanagement im gesamten Institut, einschliesslich jener für das Derivativgeschäft, genehmigen, und diese Grundsätze sollten mit der allgemeinen Geschäftsstrategie des Instituts, seiner Eigenkapitalbasis, Geschäftserfahrung und allgemeinen Risikobereitschaft in Einklang stehen. [...]

3. Die eigentliche Geschäftsleitung sollte dafür verantwortlich sein, dass angemessene Grundsätze und Verfahren für die Durchführung von Derivativgeschäften sowohl in langfristiger Perspektive als auch im Tagesgeschäft bestehen. [...]

4. Vor dem Einstieg in das Derivativgeschäft sollte die Geschäftsleitung darauf achten, dass alle nötigen Genehmigungen eingeholt worden und angemessene Betriebsverfahren und Risikokontrollsysteme vorhanden sind. [...]


[Seite 2]

5. Die Aufsichtsbehörden dürften die Richtlinien als nützliche Grundlage für eine Überprüfung ihrer eigenen Methoden und Verfahren sehen, mit denen sie das Risikomanagement der Banken im Derivativgeschäft überwachen. Das genaue Vorgehen der einzelnen Aufsichtsbehörden bei der Kontrolle des Geschäfts mit derivativen Instrumenten hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, darunter ihren eigenen rechtlichen Befugnissen, der Durchführung der Aufsicht innerhalb und ausserhalb des Instituts und der Einschaltung der externen Rechnungsprüfer in die Aufsicht.

6. Eine auffallende Tendenz an den Finanzmärkten ist, dass grosse Institute als wichtigstes Instrument der Risikomessung und des Risikomanagements immer häufiger komplizierte Modelle einsetzen. Darum müssen die Aufsichtsorgane sicherstellen, dass sie (ebenso wie die externen Rechnungsprüfer) über Mitarbeiter mit ausreichenden mathematischen Kenntnissen verfügen, damit sie die damit verbundenen Fragen verstehen, und dass die Zuverlässigkeit der Modelle von unabhängigen externen Experten überprüft werden kann.

Anmerkungen

Zwischen den dokumentierten Abschnitten ist zwar vom Basler Ausschuss die Rede; eine konkrete Quellenangabe oder ein Hinweis auf Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme finden sich aber nicht.

Sichter
(SleepyHollow02), Schumann


[2.] Pt/Fragment 084 09 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2024-02-09 03:35:28 Numer0nym
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Knapps 1999, Pt, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 9-17, 18-20
Quelle: Knapps 1999
Seite(n): 364, Zeilen: l. Sp.: 12 ff.
Um das Risiko bei Derivaten zu vermindern, hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht im Zusammenhang mit der International Organisation [sic] of Securities Commision [sic] (IOSCO) Richtlinien für ein solides Risk Management von Kreditinstituten und Wertpapierhäusern herausgegeben. Es handelt sich hierbei um Mindestanforderungen. Diese stellen ein wichtiges Instrument der Bankenaufsicht dar, um die ordnungsgemäße Organisation im Handelsbereich der Kreditinstitute sicherzustellen.183


Darüber hinaus hat der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht, [sic] einen internationalen Standard für das Adressenausfallrisiko gesetzt. Er wurde konzipiert, um Ausfallrisiken zu verringern. Nach diesem Standard müssen international tätige Kreditinstitute ihre Adressenausfallrisiken mit mindestens 8 % Eigenkapital unterlegen.


183 Knapps, Enzyklopädisches Lexikon, S. 343, Rn. 2.3.

Der → Baseler Ausschuß für Bankenaufsicht hat in Zusammenarbeit mit der International Organization of Securities Commissions (→ IOSCO) Richtlinien für ein solides Risk Management von Kreditinstituten und Wertpapierhäusern herausgegeben. [...] Diese Mindestanforderungen stellen ein wichtiges Instrument der Bankenaufsicht dar, um die ordnungsgemäße Organisation im Handelsbereich der Kreditinstitute sicherzustellen.


[...]

Mit der Baseler Eigenkapitalvereinbarung (→ Bankenaufsicht: internationale Aspekte) hat der Baseler Ausschuß für Bankenaufsicht im Jahr 1988 erstmals einen international einheitlichen Standard für die Eigenkapitalunterlegung des Adressenausfallrisikos gesetzt. Danach müssen international tätige Kreditinstitute ihre Adressenausfallrisiken aus bilanziellen und außerbilanziellen Geschäften mit mindestens 8% Eigenkapital unterlegen.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar in Fn. 183 genannt, auf die Wörtlichkeit der Übernahme hätte jedoch hingewiesen werden können (wenn nicht müssen).

Sichter
(SleepyHollow02) Numer0nym



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