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Anlegerschutz bei Derivaten

von Dr. Przemyslaw Trubicki

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[1.] Pt/Fragment 057 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2023-11-02 12:11:22 Numer0nym
BauernOpfer, Burghof et al. 1998, Fragment, Gesichtet, Pt, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 1-2, 4-5
Quelle: Burghof et al. 1998
Seite(n): 280, Zeilen: l. Sp.: 17 ff.
[Dadurch wird das Ausfallrisiko des Underlyings in gleicher Weise wie ein Credit Default Swap übertragen. Im Vergleich zum Credit Default Swap hat sie aber für] den Risikoverkäufer den Vorteil, dass das Kreditrisiko ohne Übernahme eines zusätzlichen Kontrahentenrisikos übertragen werden kann. [...] Andererseits muss bei dieser Konstruktion der Risikokäufer das Kreditrisiko des Risikoverkäufers übernehmen.131

131 Bank of England, Developing a Supervisory Approach to Credit Derivatives 1996, S. 7; Burghof/Henke/Rudolph, ZBB 1998, 277, 279.

Eine Credit Default Linked Note transferiert das Ausfallrisiko des Underlying in gleicher Weise wie ein Credit Default Swap. Im Vergleich zum Credit Default Swap hat sie aber für den Risikoverkäufer den Vorteil, daß das Kreditrisiko des Underlying ohne Übernahme eines zusätzlichen Kontrahentenrisikos übertragen werden kann. [...] Andererseits muß bei dieser Konstruktion der Risikokäufer das Kreditrisiko des Risikoverkäufers übernehmen.12)

12) Bank of England, 1996, S. 7.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar in Fn. 131 (an zweiter Stelle) genannt, Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme sind daraus mangels Kennzeichnung jedoch nicht zu entnehmen.

Sichter
(SleepyHollow02), Schumann


[2.] Pt/Fragment 057 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2024-03-06 19:35:38 WiseWoman
BauernOpfer, Brandt 2002, Fragment, Gesichtet, Pt, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: 7-26
Quelle: Brandt 2002
Seite(n): 246, Zeilen: online
Der Kernpunkt der Kreditderivate bezieht sich auf die Kreditereignisse, die einen wesentlichen Bestandteil der ISDA 2002 Credit Derivate Definitions ausmachen. Darin werden die auslösenden Momente definiert, bei deren Eintritt eine Transaktion aufgelöst, eine Ausgleichszahlung des Sicherungsgebers bei einem Swap fällig oder der Kapitalbetrag einer Anleihe nicht an den Investor zurückgezahlt wird. Damit sind sie letztlich das Element der Transaktion, mit dem das Kreditrisiko des Referenzschuldners auf den Sicherungsgeber übertragen wird.


Die ISDA – International Swap and Derivatives Association definierte 1999 zum ersten Mal Kreditereignisse. Die detailliert formulierten Kreditereignisse wurden 2002 neu gefasst. Credit Events sind demnach Insolvenz (Bankruptcy), Vorzeitige Fälligkeit (Obligation Accelaration), Verzug (Obligation Deafult [sic]), Nichtzahlung (Failure to Pay), Nichtanerkennung (Moratorium) und Restrukturierung.132 Diese Kreditereignisse sehen spezielle Schwellenwerte und Fristen zur Ausschaltung nicht kreditrisikospezifischer Risiken vor, deren Überschreiten erst ein Kreditereignis auslöst. Diese Kreditereignisse stellen gegenwärtig den Marktstandard dar und werden regelmäßig zum Kernbestandteil einer jeden Kreditderivatetransaktion gemacht. Denn letztlich kann nur durch eine Vereinheitlichung sichergestellt werden, dass die durch ein Kreditderivat übernommenen Risiken am Kapitalmarktrecht weitergegeben, also handelbar gemacht werden können.133


132 Beck, Kreditderivate, Internes Trainingsprogramm, S. 2.

133 Brandt, BKR 2002, 243, 246.

Die Kreditereignisse bilden gleichsam den Kern einer jeden Kreditderivate-Transaktion und machen daher auch einen wesentlichen Bestandteil der 1999 ISDA Credit Derivative Definitions aus. Sie definieren die auslösenden Momente, bei deren Eintritt eine Transaktion aufgelöst und die Ausgleichszahlung des Sicherungsgebers unter einem Swap fällig bzw. der Kapitalbetrag einer Anleihe nicht an den Investor zurückgezahlt wird. Damit sind sie letztlich das Element der Transaktion, mit dem das Kreditrisiko des Referenzschuldners auf den Sicherungsgeber übertragen wird. [...] Daher besteht der Katalog der von der ISDA vorgegebenen Kreditereignisse aus den detailliert definierten und gegeneinander abgegrenzten Ereignissen Insolvenz, vorzeitige Fälligkeit, Verbindlichkeitsverzug, Nichtzahlung, Nichtanerkennung/Moratorium und Restrukturierung. Zur Ausschaltung nicht kreditrisikospezifischer Risiken sehen diese Tatbestände spezielle Schwellenwerte und Fristen vor, deren Überschreiten erst ein Kreditereignis auslöst. Diese Kreditereignisse stellen gegenwärtig wohl den Marktstandard dar und werden mit dem Inhalt, der ihnen durch die 1999 ISDA Credit Derivative Definitions gegeben wurde, regelmäßig zum Kernbestandteil einer jeden Kreditderivate-Transaktion gemacht. Denn letztlich kann nur durch eine solche Konsistenz der Begrifflichkeiten sichergestellt werden, dass die durch ein Kreditderivat übernommenen Risiken am Kapitalmarkt weitergegeben, also handelbar gemacht werden können.
Anmerkungen

Die Quelle ist zwar in Fn. 133 genannt, die Wörtlichkeit und Umfang der Übernahme wird jedoch nicht ersichtlich.

Sichter
(SleepyHollow02) WiseWoman



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