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Anlegerschutz bei Derivaten

von Dr. Przemyslaw Trubicki

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[1.] Pt/Fragment 026 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2024-01-28 19:21:35 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Pt, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Von Randow 1996

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 26, Zeilen: 3-8, 10-21
Quelle: von Randow 1996
Seite(n): 45, Zeilen: 5 ff.
Ursachen für Verluste sind Fehler bei Abschluss, Abwicklung, Buchung, Risikomessung und Kontrolle der Transaktionen. Nach der Bank- und Unternehmenspraxis werden Fehlerquellen regelmäßig Mängel in der Ausbildung und Anreizsetzung sein. Sie führen dazu, dass das Personal ungeschickt oder nachlässig agiert und die anzuwendenden technischen Systeme fehlerhaft bedient oder nicht hinreichend ihre Funktionsfähigkeit überprüft. [...]


In der Bankenpraxis und der Literatur wird eine Ansicht vertreten, dass auf allen Ebenen des Derivateinsatzes [sic], d.h. dem Abschluss, der Abwicklung, der Buchung, Risikomessung und Risikokontrolle, der Ausbildungsstand der Verantwortlichen dem Stand der Technik angepasst bleiben muss. Dazu gehört es auch, Ausbildungsgelegenheiten zu nutzen. Die Literatur weist darauf hin, dass man Szenarien besonderer Beanspruchung einkalkulieren soll, also Softwarefehler, Stromausfall oder Stress durch wesentlich höhere Transaktionsvolumina. Von großer Relevanz sind die Anreizsysteme für die Mitarbeiter. Hier kann sich eine Ankopplung der Vergütungsregeln an die Gesamtstrategie empfehlen und dafür gesorgt werden, dass sie sich am dauerhaften Beitrag zum Erfolg bemisst und nicht etwa am kurzfristigen Gewinn einer Einzeltransaktion. In der Banken- und Unternehmenspraxis wird die Wirkung von Vergütungsanreizen überschätzt. [...]51


51 Randow, Derivate und Corporate Governance, S. 40 ff.

Menschliches und Systemversagen sind schließlich die Quellen des Betriebsrisikos, der Gefahr also, daß durch Fehler bei Abschluß, Abwicklung, Buchung, Risikomessung und Kontrolle der Transaktionen Verluste entstehen.161 Fehlerquellen werden - vom schlicht technischen Versagen einmal abgesehen - regelmäßig Mängel in der Ausbildung und Anreizsetzung sein: Sie führen dazu, daß das Personal ungeschickt oder nachlässig agiert bzw. die anzuwendenden technischen Systeme fehlerhaft bedient oder nicht hinreichend oft und genau genug auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft.


Es muß deshalb zunächst auf allen Ebenen des Derivateeinsatzes - d.h. : dem Abschluß, der Abwicklung, der Buchung, Risikomessung und der Risikokontrolle - dafür Sorge getragen werden, daß der Ausbildungsstand der Verantwortlichen dem Stand der Technik angepaßt bleibt. Dazu gehört es auch, Ausbildungsgelegenheiten zu nutzen, wie sie bereits seit geraumer Zeit angeboten werden, und Szenarien besonderer Beanspruchung einzukalkulieren, also den größten anzunehmenden Unfall - etwa: Softwarefehler oder Stromausfall - oder auch Streßsimulationen, wie z.B. die Verdoppelung des Transaktionsvolumens.162

Nicht minder bedeutend sind die Anreizsysteme für die Beteiligten: Es ist deshalb dafür Sorge tragen, daß die Vergütungsversprechen im Handelsbereich nicht kontraproduktiv wirken und etwa solche Mitarbeiter belohnen, die übermäßige Risiken eingehen. Auch hier kann sich eine Ankoppelung der Vergütungsregeln an die Gesamtstrategie empfehlen und dafür gesorgt werden, daß sie sich am dauerhaften Beitrag zu ihrem Erfolg bemißt und nicht etwa am kurzfristigen Gewinn aus einer Einzeltransaktion.163

Der Einfluß unternehmensinterner Vergütungsmethoden wird bisweilen allerdings überschätzt und zwar sowohl, was ihre Gefahren als auch ihren Nutzen angeht: [...]


161 OFFICE OF THE COMPTROLLER OF THE CURRENCY, a.a.O. (Fußnote 20), 28 ff.; s. dazu auch DERIVATIVES POLICY GROUP, a.a.O. (Fußnote 20), 2 1

162 Dies entspricht Recommendation 6 der GROUP OF THIRTY; s. dies.: Derivatives: Practices and Principles, a.a.O. (Fußnote 20); vgl. auch BASLER AUSSCHUSS FÜR BANKENAUFSICHT: Richtlinien für das Risikomanagement im Derivatgeschäft (Juli 1994), 16

163 Zu letzterem auch J. LEMMER, a.a.O. (Fußnote 12). 10

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar in Fn. 51 genannt, die Wörtlichkeit der Übernahme wird jedoch nicht gekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) WiseWoman



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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20240128114408