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Anlegerschutz bei Derivaten

von Dr. Przemyslaw Trubicki

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[1.] Pt/Fragment 023 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2024-02-04 09:33:46 Numer0nym
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Pt, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Von Randow 1996

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1-12, 15-24
Quelle: von Randow 1996
Seite(n): 42, 43, Zeilen: 42: 24 ff.; 43: 1 ff.
[Das Liquiditätsrisiko besteht zum einen darin, dass im Falle mangelnder Marktliquidität bestehende Derivatpositionen nicht ohne weiteres zum vorherigen] Marktpreis glattgestellt oder aufgelöst werden können. Darüber hinaus bezeichnet es auf der Ebene der Finanzierung die Gefahr, dass das Unternehmen Einschusspflichten und Zahlungen zum Abwicklungstermin nicht leisten kann und deshalb wertvolle Positionen aufgeben muss.45 Das Liquiditätsrisiko ist von großer Relevanz für langfristige, komplexe, auf den Verwender zugeschnittene Positionen. Die Liquidität der Risikopositionen sollte aber laufend überwacht und spartenübergreifend berechnet werden. Es ist empfehlenswert, dazu eine stets zu aktualisierende Einschätzung darüber zu fertigen, welchen Zeitaufwand eine den Markt nicht oder nur wenig beeinflussende Neutralisierung der eingegangenen Positionen erfordert. Im Rahmen der Bestimmung der Liquiditätsbedürfnisse ist zudem darauf auf besondere Kündigungsrechte zu achten, die kurzfristig Liquiditätsbedarf auslösen können. [...]


3. Bonitätsrisiko

Die Bewältigung des Bonitätsrisikos beginnt mit seiner Einschätzung. Diese mag sich an Ratings orientieren.46 Darüber hinaus muss man selbstverständlich auch bestellte Sicherheiten berücksichtigen. Bei der Bonitätsrisikomessung ist zudem nicht nur die aktuelle, sondern auch die zukünftig eintretende Veränderung der Zahlungsfähigkeit des Gegenübers zu berücksichtigen. In der Bankenpraxis sowie in der Literatur wird die Ansicht vertreten, dass es empfehlenswert ist, die Derivatgeschäfte nicht auf wenige Kontrahenten zu beschränken, sondern mit vielen Geschäftspartnern zu tätigen, um auf diese Weise die Risiken zu steuern. Das erlaubt im Einzelfall, eine Position rascher aufzulösen.


45 Rudolph, ZIR 1993, 117.

46 Randow, Derivate und Corporate Governance, S. 40 ff.

bb) Liquiditätsrisiko


Das Liquiditätsrisiko besteht - wie eingangs beschrieben - zum einen darin, daß im Falle mangelnder Marktliquidität bestehende Derivatpositionen nicht ohne weiteres zum vorherigen Marktpreis glattgestellt oder aufgelöst werden können; zum anderen - und zwar auf Ebene der Finanzierung - bezeichnet das Liquiditätsrisiko die Gefahr, daß das Unternehmen Einschußpflichten und Zahlungen zum Abwicklungstermin nicht leisten kann und deshalb wertvolle Positionen aufgeben muß. Das Risiko mangelnder Marktliquidität ist besonders bedeutend für langfristige, komplexe oder auf den Verwender zugeschnittene Positionen; darüber hinaus entziehen sich illiquide Positionen zuweilen auch der zuverlässigen Bewertung, so daß ihr Risiko nur unter Mühen zu verstehen und zu verwalten ist.l44

[Seite 43]

Die Liquidität der Risikopositionen der Unternehmung sollte aber laufend überwacht und spartenübergreifend berechnet werden; dazu empfiehlt es sich, eine stets zu aktualisierende Einschätzung darüber zu fertigen, welchen Zeitaufwand eine, den Markt nicht oder nur wenig beeinflussende Neutralisierung der eingegangenen Positionen erforderte. Im Rahmen der Bestimmung der Liquiditätsbedürfnisse ist zudem darauf achtzugeben, ob die getätigten Geschäfte der Gegenseite besondere Kündigungsrechte haben und deshalb kurzfristig Liquiditätsbedarf ausgelöst werden kann.146

cc) Bonitätsrisiko

Die Bewältigung des Bonitätsrisikos beginnt mit seiner Einschätzung147 - diese mag sich an Ratings orientieren, muß selbstverständlich aber auch bestellte Sicherheiten sowie Netting- und Margining Vereinbarungen berücksichtigen. 148 Bei der Bonitätsrisikomessung wird zudem nicht nur die gegenwärtige, sondern auch die zukünftige, durch Veränderung der Marktfaktoren womöglich eintretende Veränderung der Zahlungsfähigkeit des Gegenübers zu berücksichtigen sein.149 [...] Und endlich empfiehlt es sich auch, Derivatgeschäfte nicht auf wenige Kontrahenten zu beschränken, sondern mit vielen Geschäftspartnern zu tätigen und auf diese Weise die Risiken zu streuen151 - dies mag es im Einzelfall auch einmal erleichtern, eine Position rascher aufzulösen.


144 So auch MOODY’S INVESTORS SERVICE, Special Comment: Derivatives Risk: A Growing Concern (April 1994), 7

145 Vgl. MOODY’S INVESTORS SERVICE, Special Comment: Counterparty Risk and Capitalization for Derivatives Product Companies (June 1994), 18

146 DERIVATIVES POLICY GROUP, a.a.O. (Fußnote 20), 19

147 DERIVATIVES POLICY GROUP, a.a.O. (Fußnote 20), 19

148 DERIVATIVES POLICY GROUP, a.a.O. (Fußnote 20), 19

149 DERIVATIVES POLICY GROUP, a.a.O. (Fußnote 20), 19

151 So LANDESZENTRALBANK IN HESSEN, a.a.O., 1 (7) Vgl. auch THE FUTURES AND OPTIONS ASSOCIATION (FAO), a.a.O. (Fußnote 20.), 28

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar in Fn. 46 genannt, Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme werden jedoch nicht erkennbar.

Sichter
(SleepyHollow02), Schumann



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