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Anlegerschutz bei Derivaten

von Dr. Przemyslaw Trubicki

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[1.] Pt/Fragment 022 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2023-11-27 14:03:21 Numer0nym
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Pt, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Von Randow 1996

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1-23, 26-28
Quelle: von Randow 1996
Seite(n): 41, 42, Zeilen: 41: 20 ff., letzte Zeile; 42: 1 ff., 24 ff.
Die Voraussetzung jeder Kontrolle von Marktrisiken ist die Berechnung des Gewinn- und Verlustpotentials. Erste Aufgabe ist deshalb, die internen, natürlichen Sicherungsgeschäfte im Unternehmen zu beobachten, also alle für entsprechende Ausgleichseffekte in Frage kommenden Positionen aufzunehmen und einander gegenüberzustellen. Bei der anschließenden Berechnung der Risikoexposition kommt es dann auf den gegenwärtigen Gesamtwert des Portfolios und seine Empfindlichkeit gegenüber einer Veränderung im Markt an.42


Für Unternehmen außerhalb des Banken- und Versicherungssektors hat sich bisher ein Standard der Risikomessung insoweit allerdings noch nicht herausgebildet, so dass sich die darauf gerichteten Sorgfaltsanforderungen nicht mit genügender Bestimmtheit formulieren lassen.43

Es ist ganz sinnvoll zu fragen, in welcher Höhe dem Unternehmen Einbußen hinsichtlich des erwarteten Cashflow innerhalb eines eng abgegrenzten Zeitraumes drohen.44 Als Vorbild diente das insoweit aus dem Banken- und Versicherungssektor stammende Verfahren Value at Risk. Dieses Konzept versucht ein Wahrscheinlichkeitsurteil über Wertveränderungen des Portfolios abzugeben, zu denen es in einem bestimmten Zeitrahmen kommen kann. Es handelt sich dabei um eine näherungsweise und auf historischen Daten ruhende Einschätzung. Diese Einschätzung beruht grundsätzlich auf zwei Faktoren: zum einen darauf wie sich Wertschwankungen der Basiswerte auf den Wert des Portfolios niedergeschlagen haben und zum anderen darauf, ob sich die Bandbreite möglicher Schwankungen der Basiswerte verändern kann. [...]

2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht zum einen darin, dass im Falle mangelnder Marktliquidität bestehende Derivatpositionen nicht ohne weiteres zum vorherigen [Marktpreis glattgestellt oder aufgelöst werden können.]


42 Schmidt, Derivative Finanzinstrumente, S. 70.

43 Deutsche Bank, Basisinformationen über Finanzderivate, S. 117 ff.

44 Randow, Derivate und Corporate Governance, S. 41 ff.

Voraussetzung jeder Kontrolle von Marktrisiken ist es, daß Gewinn- und Verlustpotentiale der bestehenden Risikoexposition korrekt berechnet werden. Erste Aufgabe ist es deshalb, den internen, natürlichen Hedge im Unternehmen zu beachten, und d.h. alle für entsprechende Ausgleichseffekte in Frage kommenden Positionen aufzunehmen und einander gegenüberzustellen. 139 Bei der anschließenden Berechnung der Risikoexposition kommt es dann auf den gegenwärtigen Gesamtwert des Portfolios und seine Empfindlichkeit gegenüber einer Veränderung im Markt an. Für Unternehmen außerhalb des Banken- und Versicherungssektors hat sich bisher ein technischer Standard der Risikomessung insoweit allerdings noch nicht herausgebildet,140 so daß sich die darauf gerichteten Sorgfaltsanforderungen nicht mit genügender Bestimmtheit formulieren lassen. Der Idee nach sinnvoll erscheint ein Verfahren, welches fragt, in welcher Höhe dem Unternehmen Einbußen hinsichtlich des erwarteten cash- flow innerhalb eines eng abgegrenzten Zeitraumes drohen. Als Vorbild diente insoweit das aus dem Banken- und Versicherungssektor stammende Denken in der Kategorie des “value- at- risk”. [...] Value- at- risk ver-


[Seite 42]

sucht ein Wahrscheinlichkeitsurteil über Wertveränderungen des Portfolios abzugeben, zu denen es in einem bestimmten Zeitrahmen kommen kann; es handelt sich dabei um eine näherungsweise und auf historischen Daten ruhende Einschätzung, die im wesentlichen auf zwei Faktoren blickt - nämlich zum einen darauf, wie sich Wertschwankungen der Basiswerte auf den Wert des Portfolios niederschlagen würden und zum anderen darauf, ob sich auch die Bandbreite möglicher Schwankungen der Basispreise verändern kann. [...]

bb) Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht - wie eingangs beschrieben - zum einen darin, daß im Falle mangelnder Marktliquidität bestehende Derivatpositionen nicht ohne weiteres zum vorherigen Marktpreis glattgestellt oder aufgelöst werden können; [...]


[Seite 69]

139 Ähnlich die in (o. V.): Using Derivatives: What Senior Managers Must Know; Harvard Business Review Jan.- Feb. 1995, 34 abgedruckte Stellungnahme von WEINBERGER

140 Ausweislich einer Umfrage des risk- management- Beratungsunternehmens Emcor unter 80 multinational tätiger Unternehmen, erkennen zwar 53% die Bedeutung der Risikomessung an, gleichwohl beklagen zwei Drittel von ihnen mangelnde Vertrautheit hinsichtlich der dafür erforderlichen Methoden und nur 16% verfügten über ein anerkanntes Expertensystem, vgl. SMITHSON/MINTON Value- At- Risk, RISK 9 (February 1996), 38

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar in Fn. 44 genannt, Umfang und Wörtlichkeit der Übernahme bleiben jedoch ungekennzeichnet.

Die Übernahme setzt sich nach der Fußnote unausgewiesen fort.

Sichter
(SleepyHollow02) WiseWoman



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