VroniPlag Wiki

This Wiki is best viewed in Firefox with Adblock plus extension.

MEHR ERFAHREN

VroniPlag Wiki

5. Juli 2024[]

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Nr. 154, S. 15): Der deutsche Bauernopferkrieg [€] (Jochen Zenthöfer) "Abkupfern erlaubt keinen geordneten Rückzug, also kapitulierte der Herausgeber: Die Geschichte des 'Gebhardt' endet als Plagiatsfall. [...] Darüber hinaus finden sich Bauernopfer. Damit wird in der Plagiatsforschung bezeichnet, dass eine Quelle an einer unbedeutenden Stelle ausgewiesen, die kopierte Menge im Ganzen jedoch verschleiert ist; im Mai musste eine Berliner Senatorin wegen Bauernopfer in ihrer Dissertation zurücktreten."

9. Mai 2024[]

  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Volksvertreter brauchen keinen Doktorgrad. Plagiate in der Politik [€] (Oliver Georgi) "Nicht jeder Fall ist so krass wie der des früheren Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg. Oft genügt schon ein milderer Plagiatsverdacht, um eine Karriere zu beenden – wie bei der jüngst zurückgetretenen Berliner Verkehrssenatorin Manja Schreiner, deren Dissertation nach dem Hinweis eines anonymen Denunzianten von Plagiatsjägern überprüft wurde. Gerade beim Thema Ehrlichkeit werden an Politiker härtere Maßstäbe angelegt als an andere Menschen – selbst dann, wenn die Dissertation, wie bei Schreiner, noch vor der politischen Karriere erschien. [...] Wissenschaftliche Meriten sind aller Ehren wert – aber man wird kein besserer Abgeordneter oder Minister, nur weil man eine Doktorarbeit verfasst hat. Erst recht nicht, wenn sie so zusammengeklaubt ist, dass sie später auseinandergenommen wird."

3. Mai 2024[]

  • Berliner Morgenpost: Holen Sie bloß keine Doktoren mehr in Ihre Regierung (Joachim Fahrun) "Das prestigeträchtige Kürzel vor dem Namen, als Booster für den Start ins Berufsleben gedacht, kann leicht zum politischen Todesurteil mutieren. Denn wer den Kopf über ein gewisses Niveau hebt und aus der anonymen Masse herausragt, muss damit rechnen, ins Visier der Plagiatsjäger zu geraten. So erging es Bondes Vorgängerin Manja Schreiner. [...] Als sie ihre Arbeiten einreichten, waren Giffey und auch Schreiner nichts weiter als junge, ambitionierte Ost-Frauen, die den Mangel an Erbschaften und Kontakten in die (west-)deutsche Elite mit einem Doktortitel kompensieren wollten. Beide waren ehrgeizig, obwohl eigentlich klar war, dass sie keine wissenschaftliche Laufbahn anstrebten. Beiden wurde Jahre später unsauberes Zitieren zum Verhängnis."

2. Mai 2024[]

  • B.Z.: Diese Plagiats-Jägerin brachte Senatorin Schreiner zu Fall. Vier Fragen zum Aus (Hildburg Bruns) "Seiten, die übersät sind mit gelben Markierungen, roten, grauen. B.Z. zeigt die Anatomie eines Schwindels. Entdeckt hat die Stellen Plagiats-Jägerin Debora Weber-Wulff (66) mit einer Handvoll Kollegen in der Doktorarbeit von CDU-Politikerin Manja Schreiner (46). [...] Die Ex-Senatorin beteuerte, dass sie an keiner Stelle vorsätzlich getäuscht oder betrogen habe. Als Privatperson will die Juristin deshalb jetzt Widerspruch gegen die Entscheidung ihrer alten Uni einlegen. [...] 'Viel Glück, sagt Plagiats-Jägerin Weber-Wulff zum angekündigten Widerspruch. 'Ich denke, sie wird Schiffbruch erleiden.'"

1. Mai 2024[]

  • ZEITmagazin: Dr. Best lässt grüßen. Promotionen in Deutschland [€] (David Denk) "[I]rgendwie scheint sich die Sache mit dem Titel hierzulande verselbstständigt zu haben. [...] Dass gerade Politikerinnen und Politikern immer wieder Plagiate nachgewiesen werden, ist kein Betriebsunfall, sondern weist auf einen Systemfehler hin. Nach Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Annette Schavan (CDU) und Franziska Giffey (SPD), um wirklich nur die prominentesten Fälle von Politiker-Plagiaten zu nennen, hat es nun also Manja Schreiner (CDU) erwischt. [...] Der Doktortitel ist hierzulande Opfer seiner grotesken gesellschaftlichen Überhöhung, sodass ein Regelverstoß beinahe zwangsläufig zu einem mittleren öffentlichen Aufruhr führen muss. Doch ist eine Promotion, zumindest im Kern, keine Charakterprüfung, sondern ein Nachweis der besonderen wissenschaftlichen Qualifikation des Kandidaten. [...] Diesen Ansprüchen hat Manja Schreiner nicht genügt, deswegen war ihr Rücktritt angebracht. Wenn sie allerdings gar nicht erst promoviert hätte, wäre ihr der ganze Schlamassel erspart geblieben. [...] Halten wir fest: Weder der akademischen Welt noch ihrer eigenen politischen Karriere hat Schreiner mit ihrer Doktorarbeit einen Gefallen getan."
  • Tagesspiegel: Politiker und ihre unsauberen Doktorarbeiten. Die Rücktrittskultur sollte hinterfragt werden [€] (Felix Hackenbruch) "Immerhin steht Manja Schreiner, die als Quereinsteigerin überraschend Berliner Verkehrssenatorin wurde, nach nur einem Jahr im Amt jetzt in einer illustren Reihe. [...] Es ist inzwischen schon fast Routine, dass die teils jahrzehntealten wissenschaftlichen Ergüsse von Spitzenpolitikern von Hobby- und Berufs-Plagiatsjägern auf Text und Fußnote geprüft werden. [...] Doch muss nach Plagiatsfällen zwangsläufig ein Rücktritt stehen? [...] Würde nicht auch eine Entschuldigung reichen? Sind die öffentliche Bloßstellung und die Aberkennung eines Titels, für den man trotz Unsauberkeiten mehrere Jahre gearbeitet hat, nicht Strafe genug? Natürlich kratzen kopierte Passagen oder fehlende Fußnoten in einer wissenschaftlichen Arbeit an der Integrität einer Regierungsvertreterin. Das höchste Gut einer Politikerin ist beschädigt: ihre Glaubwürdigkeit."
  • Tagesspiegel: „Wo bleibt die Kritik an den Unis?“: Das denkt die Tagesspiegel-Community über den Rücktritt von Manja Schreiner (Atila Altun, Sami Künne) "Saskia
    [...] Mich wundert die ausbleibende Fundamentalkritik an den Universitäten, die solche Arbeiten scheinbar durchwinken. Dort gab es Doktorväter/-mütter und Kommissionen. Wie schlecht haben diese denn ihren Job gemacht? [...]
    Rumpelrumpel
    Diese Häufung von Plagiaten bei Dissertationen scheint einer an den deutschen Universitäten weit verbreiteten schludrigen Arbeitsweise zu liegen. Warum fallen vielen Doktorvätern und -müttern die Plagiate nicht während der Betreuung auf? Sollten die nicht fachlich qualifiziert sein, solche Arbeiten zu betreuen und dadurch auch Plagiate zu erkennen? [...]
    esther.rose
    Warum sollte ich jemandem politisch vertrauen, der mich bei seinem akademischen Grad belügt? So wie zu Guttenberg und andere, hat auch Frau Schreiner sich als unwürdig erwiesen."

30. April 2024[]

  • Tagesspiegel: Nach Verlust des Doktortitels. Das sagen drei Plagiatsjäger zum Fall Manja Schreiner [€] (Ann-Kathrin Hipp) "Zu Verfahren und Urteil sagt Weber-Wulff heute: 'Die Universität Rostock hat vorbildlich reagiert und entlang der Rechtssprechung ganz genau dargelegt, warum Frau Schreiner der Doktortitel entzogen werden muss.' Ähnlich argumentiert Gerhard Dannemann, Rechtswissenschaftler an der Humboldt-Universität: 'Die Universität Rostock hat sowohl qualitativ als auch quantitativ schwerwiegende Verstöße gegen Zitierregeln festgestellt. Legt man die Maßstäbe der Rechtsprechung an, ist das sehr deutlich ein Fall, in dem die Voraussetzungen für einen Entzug vorliegen.'"
  • Tagesspiegel: Uni entzieht den Doktortitel: Berlins Verkehrssenatorin Manja Schreiner tritt zurück (Daniel Böldt, Sophie Krause, Christian Latz, Dominik Mai) "Öffentlich geworden war der Fall seinerzeit durch einen Fachartikel in der 'Neuen Juristischen Wochenschrift'. Dort hatte der Frankfurter Rechtsprofessor Roland Schimmel über sogenannte 'Bauernopfer' in akademischen Arbeiten berichtet und in diesem Zuge Schreiners Arbeit als Beispiel genannt. Unter dem Begriff verstehen Plagiatsjäger unsauber markierte Textübernahmen aus anderen Arbeiten. [...] 'Ich habe an keiner Stelle meiner Dissertationsarbeit vorsätzlich getäuscht oder betrogen. Als Privatperson werde ich deshalb gegen diese Entscheidung der Fakultät Widerspruch einlegen ', erklärte Schreiner."
  • DER SPIEGEL: »Plagiieren ist kein unverzeihlicher Fehler«. VroniPlag-Wiki-Prüfer über den Fall Manja Schreiner [€] (Interview: Hannes Schrader) "SPIEGEL: Herr Schimmel, Sie hatten vergangenes Jahr gemeinsam mit anderen Plagiatsprüfern auf der Plattform VroniPlag Wiki die Doktorarbeit der Berliner Verkehrssenatorin Manja Schreiner geprüft und viele Plagiate gefunden. Die Universität Rostock gab nun nach einer eigenen Prüfung bekannt: Frau Schreiner wird der Doktortitel aberkannt. Sie ist am Dienstag zurückgetreten. Sind Sie zufrieden?
    Schimmel: Nein, man ist darauf nicht stolz – es ist nicht so, dass wir Plagiatsprüfer unser Pferd satteln, die Flinte laden und losreiten zur Jagd. Wir sagen eher: Wir müssen dem deutschen Wissenschaftsbetrieb immer wieder den Spiegel vorhalten wegen seiner schwachen Qualitätskontrolle.
    [...] SPIEGEL: Was hat Frau Schreiner sich zuschulden kommen lassen?
    Schimmel: Die Arbeit von Frau Schreiner ist ganz überproportional geprägt von sogenannten Bauernopfern: Sie hat zwar fast überall Quellen genannt. Sie hat aber nicht kenntlich gemacht, dass sie teils seitenweise wörtlich zitiert hat. Man könnte sagen: Das ist das weniger schlimme Plagiat, weil man als Leser ja nachvollziehen kann, ob etwas übernommen ist, wenn man die an anderer Stelle genannte Quelle danebenlegt. Deswegen ist der Fall auch ein bisschen interessant und über den Tag hinaus von Bedeutung, dass die Uni Rostock – zu meiner Freude – deutlich gemacht hat: Natürlich darf man paraphrasieren und wörtlich zitieren, aber da müssen Anführungszeichen dran, sonst lügst du. Und Frau Schreiner hat bei einzelnen – kurzen – Zitaten auch Anführungszeichen gesetzt, aber sie hat sie auf langen Strecken nicht gesetzt, wo sie es hätte machen müssen."
  • DER SPIEGEL: Die Enthüllungen des VroniPlag Wiki und ihre Auswirkungen auf Prominente (Swantje Unterberg) "Über die Jahre haben die Plagiatsjäger von VroniPlag Wiki fein säuberlich eine Statistik geführt. 218 ist die Zahl, die nun ganz oben prangt. Sie steht für Manja Schreiner. Die Berliner Umwelt- und Verkehrssenatorin hat am Dienstag ihren Rücktritt verkündet. Die Uni Rostock hatte Schreiner nach einem längeren Prüfverfahren den Doktortitel aufgrund von Plagiaten aberkannt. Grundlage für die Prüfung war ebenfalls die Recherche der Plagiatsjäger."
  • Süddeutsche Zeitung: Doktortitel entzogen: Berliner Verkehrssenatorin tritt zurück (Stefan Kruse, Andreas Heimann und Helmut Reuter, dpa) "Die Universität begründete den Entzug des Doktortitels kurze Zeit später mit dem Ausmaß an nicht ausreichend gekennzeichneten Textübernahmen in Schreiners Dissertation. Die Menge der Fehler und ihre qualitative Gewichtung ließen den Fakultätsrat zu dem Schluss kommen, dass das Werk den Ansprüchen an eine wissenschaftliche Arbeit nicht genüge, teilte die Juristische Fakultät mit. 'Daher hätte Frau Schreiner der Doktorgrad nicht verliehen werden dürfen.' [...] Schreiners Plagiatsaffäre ist nicht der erste einer prominenten Berliner Politikerin. Die jetzige Wirtschaftssenatorin und frühere Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sah sich ebenfalls mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert. Die Hauptstadt-SPD wählte sie zusammen mit Raed Saleh Ende 2020 dennoch an die Spitze der Landespartei. Ein halbes Jahr später wurde Giffey ihr Doktortitel in Politikwissenschaft wegen Täuschung bei der Übernahme fremder Inhalte in ihrer Doktorarbeit aberkannt."
  • Bild: Berliner Senatorin tritt zurück! (Hildburg Bruns) "Die Überprüfung der Doktorarbeit von Berlins Verkehrssenatorin Manja Schreiner ist abgeschlossen. Mit Konsequenzen. Am Dienstag erklärte die CDU-Politikerin ihren Rücktritt."
  • taz: Berlins CDU-Verkehrssenatorin Schreiner: Abtritt einer Glücklosen (Claudius Prößer, Rainer Rutz) "Berlins Verkehrs- und Umweltsenatorin Manja Schreiner ist am Dienstag aufgrund von Plagiatsvorwürfen gegen ihre Doktorarbeit von ihrem Amt zurückgetreten. [...] Die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Antje Kapek, zollte Schreiner dennoch Respekt für ihren Schritt: [...] Nicht alle Senatsmitglieder seien so konsequent gewesen, sagte Kapek mit einem Seitenhieb auf Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD), die sich 2021 nach Aberkennung ihres Doktortitels deutlich schwerer tat, vom Amt der Bundesfamilienministerin zu lassen.
  • rbb.24: Entzogener Doktortitel: Berliner Verkehrssenatorin Manja Schreiner tritt zurück (rbb24 Inforadio, 30.04.2024, 11:30 Uhr) "Zuerst war der Vorwurf im Fachmagazin 'Neue Juristische Wochenschrift' aufgetaucht. Der Frankfurter Rechtsprofessor Roland Schimmel hatte in einem Artikel über sogenannte 'Bauernopfer' in akademischen Schriften Schreiners Arbeit als Beispiel genannt. Als "Bauernopfer" werden Textübernahmen aus anderen Arbeiten bezeichnet, bei denen die Quelle zwar genannt wird, aber beispielsweise nicht klar gekennzeichnet ist, in welchem Umfang Text übernommen wurde.
    Danach hatten Fachleute auf der Plattform Vroni-Plag Wiki die Doktorarbeit analysiert und nach eigenen Angaben 'zahlreiche und umfängliche Plagiatsbelege' gefunden. Auf der Website heißt es, mehr als zwei Drittel der Seiten enthielten Plagiatstext, auf 13 Seiten machten die problematischen Stellen mehr als 75 Prozent des Textes aus. [...] Manja Schreiner ist nicht die erste Berliner Spitzenpolitikerin, die nach Plagiatsvorwürfen ein Amt verliert. 2021 trat die heutige Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) als Bundesfamilienministerin zurück, als sich abzeichnete, dass ihr die Freie Universität den Doktortitel entziehen würde."
  • B.Z.: Nach Plagiatsvorwürfen: Berlins Verkehrssenatorin Schreiner tritt zurück (Hildburg Bruns) "Manja Schreiner (46), seit April 2023 Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt im Berliner Senat, wurde vorgeworfen bei der Arbeit über 'Arbeitnehmerberücksichtigung im Übernahmerecht' (2007) abgeschrieben zu haben – ohne dabei die Quellen korrekt anzugeben.
    Die Vorwürfe stammten aus einem Gastbeitrag des Frankfurter Professors Roland Schimmel. Er hatte in der 'Neuen juristischen Wochenschrift' (NJW) über Recherchen der Plagiatsprüfer von 'VroniPlag Wiki' berichtet und einen entsprechenden Link über Teile von Schreiners Dissertation angegeben. [...] Es ist nicht der erste Plagiatsfall bei einer Politikerin in Berlin: Die Freie Universität Berlin hatte 2021 Franziska Giffey (45, SPD), der heutigen Senatorin für Wirtschaft und ehemaligen Regierenden Bürgermeisterin, den Doktortitel wegen 'Täuschung über die Eigenständigkeit ihrer wissenschaftlichen Leistung' aberkannt. Giffey habe Texte und Literaturnachweise von Autoren übernommen, ohne dass dies hinreichend vermerkt worden sei."
  • Universität Rostock: Entscheidung im Fall Dissertation Manja Schreiner "Kritisiert wird vor allem die Anzahl der wörtlichen Übernahmen, die nicht als wörtliche Textübernahmen den wissenschaftlichen Zitiergepflogenheiten entsprechend mit Anführungszeichen ausgewiesen sind. Auch wenn Frau Schreiner ganz überwiegend die Originalquellen angegeben und zitiert hat, ist der Fakultätsrat der Ansicht, dass die Übernahmen fremder Textpassagen in einer Gesamtschau ihrer quantitativen Anteile und ihres qualitativen Gewichts auf die Dissertationsschrift einen solch prägenden Einfluss nehmen, dass deren Anfertigung nicht mehr dem Gebot der Eigenständigkeit entsprochen hat.
    Der Fakultätsrat verkennt dabei nicht, dass nicht gesetzte Anführungszeichen eine andere qualitative Bewertung zulassen als das gänzliche Verschweigen nicht nur der wörtlichen Übernahme des Textes, sondern auch und insbesondere der Originalquelle. [...]
    Die Quantität der Fehler und ihre qualitative Gewichtung ließen den Fakultätsrat zu dem Schluss kommen, dass das Werk den Ansprüchen an eine wissenschaftliche Arbeit nicht genügt. Daher hätte Frau Schreiner der Doktorgrad nicht verliehen werden dürfen. Der Fakultätsrat hat daher einstimmig beschlossen, den Doktorgrad wieder zu entziehen."

3. April 2024[]

  • Berliner Zeitung (S. 4): Plagiatsprüfung im Fall Manja Schreiner dauert an (elm.) "Die Überprüfung der Doktorarbeit von Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) auf Plagiate ist noch immer nicht abgeschlossen. Das ergibt sich aus einer Antwort der Universität Rostock auf eine entsprechende Anfrage der Berliner Zeitung. Eine finale Entscheidung werde "voraussichtlich nicht vor Ende März" fallen, hatte Uni-Pressesprecherin Pressesprecherin Kirstin Werner im Februar mitgeteilt."

16. Februar 2024[]

  • Berliner Morgenpost: Schreiners Doktorarbeit: Wann das Ergebnis vorliegen könnte "Die Universität Rostock hat die Überprüfung der Doktorarbeit von Berlins Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) auf Plagiate bislang nicht abgeschlossen. 'Das Prüfungsverfahren läuft aktuell und eine finale Entscheidung ist noch nicht gefallen. Voraussichtlich wird dies nicht vor Ende März geschehen', teilte die Leiterin der Pressestelle der Universität, Kirstin Werner, am Freitag mit."

12. Januar 2024[]

  • Der Tagesspiegel (S. B21 / Wissenschaft in Berlin): Plagiatsverdacht bei Schreiner. Prüfung bald fertig "Die Überprüfung der Doktorarbeit von Berliner Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) geht in den Endspurt. Seit Monaten wird die Arbeit auf Plagiate überprüft. Jetzt ist das Ende absehbar, ein konkreter Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest. [...] Die Plattform VroniPlag hatte zuvor zahlreiche Unregelmäßigkeiten beanstandet. [...] Öffentlich geworden war der Fall durch einen Fachartikel in der „Neuen Juristischen Wochenschrift“. Das Portal VroniPlag Wiki, für das Fachleute ehrenamtlich Dissertationen analysieren, hatte dann Anfang September mitgeteilt, auf 118 von 169 untersuchten Seiten seien Fundstellen von Plagiaten dokumentiert worden."

11. Januar 2024[]

  • Berliner Zeitung: Nach Plagiatsvorwurf: Doktorarbeit von Berliner Verkehrssenatorin wird überprüft (dpa/BLZ) "Die Doktorarbeit von Berlins Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) wird von der Universität Rostock auf Plagiate untersucht. Die Überprüfung dauere noch an, teilte die Leiterin der Pressestelle der Universität, Kirstin Werner, auf Anfrage mit. [...] Das Portal VroniPlag Wiki, für das Fachleute ehrenamtlich Dissertationen analysieren, hatte Anfang September mitgeteilt, auf 118 von 169 untersuchten Seiten seien Fundstellen von Plagiaten dokumentiert worden. Das entspreche einem Anteil von 69,8 Prozent."

6. Januar 2024[]

  • Berliner Morgenpost (S. 1): Kai Wegner bestätigt Beziehung zu Bildungssenatorin Günther-Wünsch. Nach Spekulationen reagiert der Regierende Bürgermeister. Grüne warnen vor Interessenkonflikt (Joachim Fahrun) "In Koalitionskreisen geht bei aller öffentlichen Zurückhaltung die Sorge vor künftigen Problemen um. Wie sollen Wegner und Günther-Wünsch im Senat sachlich zusammenarbeiten, wenn sie auch privat ein Paar seien, wurde gefragt.
    Wegner ist aber entschlossen, Katharina Günther-Wünsch im Amt zu halten. Wohl auch, weil er sich keine weitere Baustelle in seinem Senat leisten kann. Denn auch Verkehrs- und Umweltsenatorin Manja Schreiner (CDU) könnte demnächst in Erklärungsnot geraten. Die Universität Rostock prüft ihre Doktorarbeit auf Plagiate. Sollte sie den Doktortitel verlieren, stünde auch für Schreiner ein Rücktritt im Raum."

27. Dezember 2023[]

  • Berliner Zeitung (Nr. 300, S. 2): „120 Euro wird die Vignette für Anwohner nicht kosten“ Mobilitätssenatorin Manja Schreiner (CDU) spricht nach sieben Monaten im Amt über Pannen zum Start, Vorhaben fürs nächste Jahr und Rücksicht im Berliner Verkehr (Interview: Peter Neumann) "Mit der Berliner Zeitung hat die Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt über ihre ersten sieben Monate im Amt gesprochen – und über das, was 2024 auf Berlin zukommt. Für die CDU-Politikerin wird das Jahr auf jeden Fall spannend: Die Universität Rostock, die nach Plagiatsvorwürfen die Doktorarbeit der Juristin prüft, wird das Ergebnis ihrer Untersuchung bekanntgeben."

15. November 2023[]

  • Tagesspiegel (B 4): Verkehrssenatorin zur A100 „Ich halte den Ausbau für richtig“ (Interview: Ann-Kathrin Hipp)
    "Noch eine ganz andere Frage: Die Universität Rostock prüft aktuell Ihre Doktorarbeit auf Plagiate. Sollte Ihnen der Doktortitel aberkannt werden, müssten Sie dann als Verkehrssenatorin zurücktreten?
    Das hoffe ich natürlich nicht. Und das glaube ich auch nicht. Ehrlich gesagt: Ich bin wirklich sehr mitgenommen bei dem Thema. Ich habe zwei Jahre meines Lebens in diese Arbeit investiert. Und es trifft mich natürlich, dass ausgerechnet in dem Moment, wo ich das Parkett der Politik betrete, mein Fall so hervorgehoben wird.
    Ich werde den Verfahrensausgang mit großer Spannung abwarten, aber über meine fachliche Qualifikation sagt der Titel nichts aus. Deswegen sollte das eine mit dem anderen nichts zu tun haben.
    Franziska Giffey ist nach der Aberkennung ihres Titels vom Amt der Familienministerin zurückgetreten.
    Nun, wir sind ja in einem schwebenden Verfahren und denken mal nicht an den schlimmsten Fall."

11. November 2023[]

  • Tagesspiegel: Berlins Verkehrssenatorin im Ringbahnpodcast (Interview: Ann-Kathrin Hipp) [ab 00:59:44, Transkription]
    "[Hipp:] Frau Schreiner, ich würd Ihnen jetzt noch eine Frage stellen [...] Und zwar geht's um Ihre Doktorarbeit. Die wird aktuell von der Uni Rostock geprüft und sollte da tatsächlich rauskommen, dass die Ihnen aberkannt wird, müssten Sie da als Verkehrssenatorin zurücktreten?
    [Schreiner:] Also, äh, das hoff ich natürlich nich und ich glaub das auch nich. Ehrlich gesagt, äh, das Ganze, äh, also, da bin ich wirklich sehr mitgenommen bei dem Thema, ne, das, ich hab ja zwei Jahre meines Lebens da auch sehr stark investiert, und es trifft mich natürlich, dass ausgerechnet in dem Moment, wo ich, äh, den, äh, sozusagen das Parkett der Politik als Quereinsteiger jetzt betrete, [...] aber dass da an meinem Fall da jetzt, äh, das dann ebend auch so hervorgehoben wird, das trifft mich natürlich, ähm, aber ich, äh, werd da natürlich, äh, jetzt auch den, äh, Verfahrensausgang abwarten mit großer Spannung und, äh, möchte da natürlich auch sagen, das eine ist getrennt von dem annern. Über meine fachliche Qualifikation, äh, sagt das ja trotzdem nichts aus und deswegen, äh, würde ich sagen: nein, das eine sollte mit dem annern nichts zu tun haben.
    [Hipp:] Franziska Giffey ist ja damals als Familienministerin zurückgetreten von ihrem Amt.
    [Schreiner:] Ja. Nun sind wir ja in nem schwebenden Verfahren und nun denken wir mal nich an den schlimmsten Fall."

16. September 2023[]

5. September 2023[]

  • Tagesspiegel: Dissertation von Berlins Verkehrssenatorin Schreiner: Bericht zeigt „zahlreiche und umfängliche Plagiatsbelege“ (Daniel Böldt) "Ein Ergebnis der Überprüfung sei nicht vor dem Frühjahr zu erwarten, teilte die Universität vor Kurzem mit. 'Die Vorwürfe der Online-Plattform Vroniplag sind das Eine – wir möchten und werden die Art des Vorgehens aktuell nicht bewerten', teilte Schreiners Senatsverwaltung auf Anfrage des Tagesspiegels mit. 'Entscheidend ist und bleibt die angekündigte Überprüfung und Bewertung der Doktorarbeit durch die zuständige Stelle – die Universität Rostock.' Bis dahin werde sich Schreiner 'natürlich nicht' äußern. [...] 'Die Universität Rostock überprüft die Arbeit, der Senat wird diese Überprüfung abwarten', sagte [die Senatssprecherin] Richter dem Tagesspiegel auf Nachfrage. Debora Weber-Wulff, pensionierte Hochschullehrerin der HTW Berlin, sagte dem Tagesspiegel: 'Eigentlich ist das ein klarer Plagiatsfall; ein Verstoß gegen gute wissenschaftliche Praxis.' [...] Das Ausmaß der Plagiate übersteige auch die Fälle in der Dissertation von Schreiners Senatskollegin Franziska Giffey (SPD). Es handle sich um 'wesentlich mehr und wesentlich größere Übernahmen als bei der Arbeit von Frau Giffey'."
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung: Bei Schreiner mehr Plagiate als bei Giffey. Ergebnis von VroniPlag Wiki [€] (Jochen Zenthöfer) "Die Wissenschaftsplattform 'VroniPlag Wiki' hat nun ihren offiziellen Bericht zur Doktorarbeit der Berliner Verkehrssenatorin Manja Schreiner veröffentlicht. Das Ergebnis ist eindeutig. [...] [D]er nun veröffentlichte Bericht der Wissenschaftsplattform 'Vroni Plag Wiki' (VPW) lässt keinen Zweifel daran, dass Schreiner mit einem Entzug ihres 'Dr.' rechnen muss. [...] Schreiners Arbeitsweise in ihrer Doktorarbeit mit dem Titel 'Arbeitnehmerberücksichtigung im Übernahmerecht' ist vielfach unwissenschaftlich. [...] Erstmals wird der Name von Manja Schreiner auf der Dokumentationsplattform genannt. Das heißt: VPW ist sich der Funde sehr sicher. Jeder kann sie dort, frei zugänglich, nachvollziehen. Auch gemessen an früheren Fällen scheint ein Entzug von Schreiners Doktorgrad sehr wahrscheinlich."

23. August 2023[]

  • rbb24: Plagiatsvorwürfe gegen Verkehrssenatorin Überprüfung von Schreiners Doktorarbeit dauert wohl bis 2024 "Demnach haben Ehrenamtliche auf dem Portal 'VroniPlag Wiki' die Arbeit analysiert und nach eigenen Angaben mehrere Dutzend Textstellen gefunden, die zu beanstanden seien. Öffentlich geworden war der Fall durch einen Fachartikel in der 'Neuen Juristischen Wochenschrift'. Dort hat der Frankfurter Rechtsprofessor Roland Schimmel über sogenannte 'Bauernopfer' in akademischen Arbeiten berichtet und in diesem Zuge Schreiners Arbeit als Beispiel genannt."

17. August 2023[]

9. August 2023[]

8. August 2023[]

7. August 2023[]

  • Forschung & Lehre: Berlins Verkehrssenatorin will Arbeit nach Plagiatsvorwürfen prüfen lassen (dpa/cle) "Berlins Verkehrssenatorin, Manja Schreiner (CDU), plant angesichts von Plagiatsvorwürfen die Überprüfung ihrer Doktorarbeit. Eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt teilte mit, dass Schreiner nächste Woche die Universität Rostock kontaktieren wird, um eine Untersuchung anzufordern."
  • Tagesspiegel: Universität Rostock überprüft Doktorarbeit von Manja Schreiner (Christian Latz) "Bis zum Abschluss des Prüfverfahrens gegen ihre Dissertation will Schreiner ihren Doktortitel zudem nicht mehr nutzen. 'Die Senatorin wird den Titel bis zur Klärung der Vorwürfe nicht mehr führen', sagte eine Sprecherin dem Tagesspiegel."
  • Universität Rostock: Universität Rostock prüft Plagiatsvorwürfe (Pressestelle) "Nach den Plagiatsvorwürfen gegen Berlins Verkehrssenatorin Manja Schreiner wird die Universität Rostock die Doktorarbeit prüfen und dem Täuschungsvorwurf nachgehen. Manja Schreiner hat die Universität Rostock um schnellstmögliche Prüfung des Vorwurfs gebeten. Die Zuständigkeit zur Überprüfung der Promotion obliegt der Juristischen Fakultät der Universität Rostock. Weitere Informationen folgen nach Abschluss der Untersuchung."
  • Frankfurter Allgemeine Zeitung (Druckausg.: 8.8.2023, S.4): Manja Schreiner: Universität prüft Dissertation von Berliner Senatorin [€] (Heike Schmoll) "Es ist ein nahezu ritualisiertes Verfahren, dass die Dissertationen neu ernannter Minister und Senatoren auf Plagiatsplattformen überprüft werden. Daher ist auch die rechtswissenschaftliche Dissertation der Verkehrssenatorin und stellvertretenden Berliner CDU-Vorsitzenden Manja Schreiner unter Verdacht geraten. So hat die Plattform 'Vroniplag Wiki' die Dissertation überprüft und nicht nur Komplettplagiate festgestellt, sondern vor allem sogenannte Bauernopfer.
    Gemeint sind damit Passagen, bei denen die Fußnote mit dem Quellenverweis nicht am Ende einer Übernahme steht, sondern in der Mitte. Der Leser rechnet also Teile des übernommenen Textes fälschlicherweise dem Verfasser der Dissertation zu. [...]
    [...]
    Selbst wenn die Universität Rostock nach der Überprüfung von Schreiners Dissertation den Doktorgrad entziehen wird, wird sie politisch wenig zu befürchten haben. Wichtiger wäre aus [des Frankfurter Jura-Professors Roland] Schimmels Sicht, dass in den Rechtswissenschaften eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der unredlichen Praxis der Bauernopfer stattfände."
  • Berliner Morgenpost: Fall Schreiner: Opposition setzt auf schnelle Aufklärung (Jens Anker)
  • SZ: Uni Rostock prüft Doktorarbeit der Berliner Verkehrssenatorin (sz/dpa/tifr)
  • rbb RadioEins: Interview mit WW

6. August 2023[]

5. August 2023[]

  • ...


3. August 2023[]