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: Ja, das wird er. Denn erstens darf der "Dr.", wie schon richtig gesagt wurde, erst mit Abschluss des Promotionsverfahrens '''und''' Erhalt der Urkunde geführt werden. (Allerdings: MINT erlaubt ausnahmsweise für die Zeit nach bestandener Disputation und vor Erhalt der Urkunde, einen "Dr. des." zu führen, für die ganz Ungeduldigen. Weiß nicht, wie das in der Medizin aussieht.) Zweitens ist natürlich eine Dissertation, die noch nicht veröffentlicht wurde, auch nicht zitierfähig. Und das alles wissen die Herren Hagl und Vahl nicht!?? [[Benutzer:Hansgert Ruppert|HgR]] 12:32, 23. Jul. 2011 (UTC)
 
: Ja, das wird er. Denn erstens darf der "Dr.", wie schon richtig gesagt wurde, erst mit Abschluss des Promotionsverfahrens '''und''' Erhalt der Urkunde geführt werden. (Allerdings: MINT erlaubt ausnahmsweise für die Zeit nach bestandener Disputation und vor Erhalt der Urkunde, einen "Dr. des." zu führen, für die ganz Ungeduldigen. Weiß nicht, wie das in der Medizin aussieht.) Zweitens ist natürlich eine Dissertation, die noch nicht veröffentlicht wurde, auch nicht zitierfähig. Und das alles wissen die Herren Hagl und Vahl nicht!?? [[Benutzer:Hansgert Ruppert|HgR]] 12:32, 23. Jul. 2011 (UTC)
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:: Vorsicht! Die Frage wäre ob in diesem Fal der Doktor "aktiv" geführt wurde oder einfach nur von anderen
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:: angenommen und dazugesetzt wurde.
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:: Das geschieht meiner Herzallerliebsten (Medizinerin, ohne Dr.) immer wieder, eben nicht nur von Patienten sondern eben auch von Kollegen und mehr oder weniger offiziellen Stellen, z.B. im Rahmen von Kongressen etc. Ich vermute deshalb auch ein wenig ausgeprägtes Problembewusstsein bei Medizinern was das unberechtigte "Führen" eines Doktorgrades angeht, es ist eben Alltag das sie mit
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:: Doktor angesprochen werden und ein nicht geringer Teil der Post mit Dr. adressiert ist.
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:: Aber natürlich sollte man schon selbst darauf achten, insbesondere was Publikationen angeht, um gar nicht erst in Verdacht zu geraten.
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:: Im hier vorliegenden Fall könnte es sich aber durchaus lohnen genau hinzuschauen, denn so wie sich das bisher darstellt hängt der Prof ja bis zur Halskrause mit drin, evtl. gibts ja auch noch eine nicht
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:: gerechtfertigte Ausnahmegenehmigung o.ä. das kann wichtig sein wenn es um die Konsequenzen für den Prof und/oder andere geht. [[Spezial:Beiträge/84.63.121.25|84.63.121.25]] 12:09, 24. Jul. 2011 (UTC)
   
 
==Information zur Autorin==
 
==Information zur Autorin==

Version vom 24. Juli 2011, 12:09 Uhr

Forum: Übersicht > Verdachtsfall (Medizin, 2002)
Im Forum ist kein Raum für persönliche Angriffe: VP:KPA. Alle Beiträge im Forum sind Meinungsäußerungen der jeweils Beitragenden und deshalb zu signieren (vier Tilden an das Ende des Beitrags setzen: ~~~~). Weitere Tipps zum Forum finden sich unter VP:Forum, Hinweise zur Moderation unter VP:Moderation.

Eintrag bei Plagipedi von heute: Link Eine medizinische Dissertation, die alle Kriterien von VroniPlag erfüllen dürfte und zudem ein Feld abdeckt, was bisher nicht bearbeitet wurde. Freundliche Grüße --84.19.165.217 19:48, 10. Jul. 2011 (UTC)bendsshalt


Sehr geehrte Damen und Herren,

nach kurzer Sichtung der auf Plagipedi verlinkten Unterlagen hat sich der Verdacht erhärtet. In der Dissertation wurde die Diskussion und Schlussfolgerung nahezu komplett aus einer Habilitationsschrift abgeschrieben. Dies geschah ohne Zitat. Ob des Umfangs der Übernahmen stellt sich hier die Frage nach der Eigenständigkeit der Arbeit.

Folgend einige gefundene Stellen (Es geht noch einige Seiten so weiter). Erklärung: Links auf dem Bild befindet sich die Dissertation. Rechts befindet sich die dazugehörige Seite aus der Habilitationsschrift. BruderGrimm 22:59, 10. Jul. 2011 (UTC)

Details

aus dem PlagiPedi Wiki (Heinrich44) am 11.7.2011 morgens kopiert und hier weitereditiert.

Bezeichnung

Nk (2006): [...]
Dissertation, Universität Heidelberg

[Anm.: Erstaunlicherweise Erscheinungsjahr: 2002, Tag der Promotion (Stempel): 4. Juli 2006 Martin Klicken 00:57, 11. Jul. 2011 (UTC)]
Tag der mündlichen Prüfung: 04.07.2006
Erstellungsjahr: 2006
Publikationsdatum: 05.09.2006
http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/volltextserver/frontdoor.php?source_opus=6819
Frangge 13:22, 11. Jul. 2011 (UTC)
Hier steht Erscheinungsjahr 2002: http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=66158985 und in der Dissertation selbst auch. Martin Klicken 13:31, 11. Jul. 2011 (UTC)
Das Literaturverzeichnis der Diss. hat 169 Einträge.
  • Nr. (108) aus dem Jahr 2002, S. 104
  • Nr. (28) aus dem Jahr 2001, S.95
Es ist (wohl) keine neuere Literatur verzeichnet; spricht also für 2002... Frangge 14:05, 11. Jul. 2011 (UTC)
Am Schluss, auf S. 114, dankt die Verfasserin ihrem Doktorvater für "seine unerschütterliche Zuversicht, dass diese Arbeit zu einem erfolgreichen Ende gelangen würde". Es gab also Probleme mit der Arbeit, Das könnte die Verzögerung zwischen dem (ersten?) Einreichen der Diss. 2002 und dem Abschluss der Promotion 2006 erklären. 84.19.165.220 12:00, 23. Jul. 2011 (UTC)

Es ist unklar, was dieser Abschnitt hier zu suchen hat. Er könnte bald entfernt werden.

Das soll(te) dokumentieren, dass der Doktor"titel" bereits vor der mündlichen Prüfung (04.07.2006) "getragen" wurde! Mehr nicht! (Kein Presseteil!) Frangge 20:57, 11. Jul. 2011 (UTC)

Carsten Becker: "Sanfte Klappenchirurgie" für Laien. "Nachtvorlesung für jedermann" startet mit Live-Operation am offenen Herzen in die vierte Staffel. Allgemeine Zeitung vom 21.5.2005 / Lokales Mainz

[...]Nur ein kleiner Teil der linken Herzkammer öffneten die Operateure Dr. NK [anonymisiert, Frangge] und Dr. Ali Peivandi. [...]

Siehe auch:

  • Allgemeine Zeitung vom 24.5.2005 / Lokales Mainz
  • Allgemeine Zeitung vom 23.5.2006 / Lokales Mainz

Frangge 14:22, 11. Jul. 2011 (UTC)


Also meines Wissens nach darf ein Doktortitel erst nach dem kompletten Abschluss des Promotionsverfahrens und Aushändigung der Urkunde getragen werden, also sicher nicht vor dem Tag der mündlichen Prüfung (04.07.2006). Es gibt aber zwei publizierte Aufsätze aus 2005 und 2004, auf denen N.K. in der Information über die Autoren auf der ersten Seite mit Titel genannt ist:


N.K., G. Reinerth, J. Albers, S. Hagl, C.F. Vahl, Präoperative Aufklärung über neue Operationsstrategien: Interaktive Software zur Verbesserung der Patienteninformation, Z Herz- Thorax- Gefäßchir 19:13-24 (2005)

Information zu den Autoren auf erster Seite (nur bei der Erstautorin ist ein Titel angegeben): Dr. med. N.K. (corresponding author), G. Reinerth, J. Albers, C.F. Vahl: Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universität Mainz, Langenbeckstr. 1, Bau 505, 55131 Mainz, Germany S. Hagl: Klinik für Herzchirurgie, Universität Heidelberg und SFB 414 „Rechner- und Sensorgestützte Chirurgie“ der Universitäten Heidelberg und Karlsruhe (TH)


J.P. Bodem, N.K., S. Hagl, C.F. Vahl, Der Frank-Starling-Mechanismus in dem Myokard von Patienten mit einer angeborenen extremen rechtsventrikulären Ausflusstraktobstruktion, Z Herz- Thorax- Gefäßchir 18:123-132 (2004)

Information zu den Autoren auf erster Seite (Nennung der Titel wie angegeben): Jens P. Bodem, Prof. Dr. Siegfried Hagl: Universitätsklinikum Heidelberg, Abteilung Herzchirurgie, Im Neuenheimer Feld 110, 69120 Heidelberg, Germany Prof. Dr. Christian-F. Vahl (corresponding author), Dr. N.K.: Klinik und Poliklinik für Herz-, Thorax- und Gefäßchirurgie, Universität Mainz, Langenbeckstr. 1, Bau 505, 55131 Mainz, Germany

Der Sumpf scheint immer tiefer zu werden...

Ja, das wird er. Denn erstens darf der "Dr.", wie schon richtig gesagt wurde, erst mit Abschluss des Promotionsverfahrens und Erhalt der Urkunde geführt werden. (Allerdings: MINT erlaubt ausnahmsweise für die Zeit nach bestandener Disputation und vor Erhalt der Urkunde, einen "Dr. des." zu führen, für die ganz Ungeduldigen. Weiß nicht, wie das in der Medizin aussieht.) Zweitens ist natürlich eine Dissertation, die noch nicht veröffentlicht wurde, auch nicht zitierfähig. Und das alles wissen die Herren Hagl und Vahl nicht!?? HgR 12:32, 23. Jul. 2011 (UTC)
Vorsicht! Die Frage wäre ob in diesem Fal der Doktor "aktiv" geführt wurde oder einfach nur von anderen
angenommen und dazugesetzt wurde.
Das geschieht meiner Herzallerliebsten (Medizinerin, ohne Dr.) immer wieder, eben nicht nur von Patienten sondern eben auch von Kollegen und mehr oder weniger offiziellen Stellen, z.B. im Rahmen von Kongressen etc. Ich vermute deshalb auch ein wenig ausgeprägtes Problembewusstsein bei Medizinern was das unberechtigte "Führen" eines Doktorgrades angeht, es ist eben Alltag das sie mit
Doktor angesprochen werden und ein nicht geringer Teil der Post mit Dr. adressiert ist.
Aber natürlich sollte man schon selbst darauf achten, insbesondere was Publikationen angeht, um gar nicht erst in Verdacht zu geraten.
Im hier vorliegenden Fall könnte es sich aber durchaus lohnen genau hinzuschauen, denn so wie sich das bisher darstellt hängt der Prof ja bis zur Halskrause mit drin, evtl. gibts ja auch noch eine nicht
gerechtfertigte Ausnahmegenehmigung o.ä. das kann wichtig sein wenn es um die Konsequenzen für den Prof und/oder andere geht. 84.63.121.25 12:09, 24. Jul. 2011 (UTC)

Information zur Autorin

Nk

[...]

Quellen

Quelle [Nk] – offline:
http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=66158985

Ergebnisse

Die Diskussion und Schlussfolgerung (Seite 75 bis Seite 92) von Nks Dissertation (Anlage 3) sind zu 99,9% wortwörtlich ohne Zitat aus der Habilitationsschrift von Prof. Dr. Christian-Friedrich Vahl (Seite 209 bis Seite 236) übernommen.

Diese Feststellung wurde vom Hinweisgeber in PlagiPedi Wiki gemacht und stellt seine persönliche Ansicht und kein Ergebnis einer Prüfung durch die Helfer des VroniPlag Wiki dar. Martin Klicken 15:37, 11. Jul. 2011 (UTC)

Christian-Friedrich Vahl
Intracelluläre Calciumtransienten bei terminaler Herzinsuffizienz

Habilitationsschrift, Universität Heidelberg, 1995

Quelle [Vahl] – offline:

http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=9530979

Hinweise auf Seiten mit Übereinstimmungen

[Nk] Seite 75 - [Vahl] Seite 209

[Nk] Seite 76 - [Vahl] Seite 210

[Nk] Seite 77 - [Vahl] Seite 211

[Nk] Seite 78 - [Vahl] Seite 212-213

[Nk] Seite 79 - [Vahl] Seite 213-214

[Nk] Seite 79-80 - [Vahl] Seite 216

[Nk] Seite 81 - [Vahl] Seite 217-218

[Nk] Seite 82 - [Vahl] Seite 218-220

[Nk] Seite 83 - [Vahl] Seite 221

[Nk] Seite 84 - [Vahl] Seite 221-222

[Nk] Seite 85 - [Vahl] Seite 223-224, 226

[Nk] Seite 86 - [Vahl] Seite 227

[Nk] Seite 87 - [Vahl] Seite 228

[Nk] Seite 88 - [Vahl] Seite 229

[Nk] Seite 89 - [Vahl] Seite 230

[Nk] Seite 90 - [Vahl] Seite 234 (100%)

[Nk] Seite 91 - [Vahl] Seite 235

[Nk] Seite 92 - [Vahl] Seite 236

Die Hypothesen, Angaben zu Material sowie Methode und die Ergebnisse von Nks Dissertation sind zu 80% ohne korrektes Zitat aus der Dissertation von Dr. Andreas Bonz übernommen:

Diese Feststellung wurde vom Hinweisgeber in PlagiPedi Wiki gemacht und stellt seine persönliche Ansicht und kein Ergebnis einer Prüfung durch die Helfer des VroniPlag Wiki dar. Martin Klicken 15:37, 11. Jul. 2011 (UTC)

Andreas Wolfgang Bonz
Das Kontraktionsverhalten des isolierten Papillarmuskels des Menschen bei unterschiedlichen Mitralklappenvitien. Untersuchungen an gehäuteten und intakten Muskelfaserpräparaten

Dissertation, Universität Heidelberg, 1998

Quelle [Bonz] – offline:

http://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?katkey=9823589


[Nk] Seite 27-28 - [Bonz] Seite 33-34

[Nk] Seite 25 - [Bonz] Seite 32

[Nk] Seite 29 - [Bonz] Seite 33

[Nk] Seite 33 - [Bonz] Seite 34-35

[Nk] Seite 43-44 - [Bonz] Seite 45

[Nk] Abbildung 11-22 - [Bonz] Abbildung 12

[Nk] Seite 60 - [Bonz] Seite 74

[Nk] Seite 64-66 - [Bonz] Seite 65-67

[Nk] Seite 66 - [Bonz] Seite 69


(Fall wurde Anonymisiert. Nicht jedes Mal ausgewiesen. Für weitere Informationen:Link auf Plagipedi .

Kommentare

Aktuell wird die Seite des Autors auf plagipedi regelmäßig gelöscht

Gruß 80.141.172.67 08:05, 12. Jul. 2011 (UTC)

Die angesprochenen Löschversuche gehen übrigens jeweils von Anschlüssen im Raum Mainz aus.Ceterum censeo 12:04, 13. Jul. 2011 (UTC)
... wo die arbeitsstelle ist... LiteRatur 12:48, 13. Jul. 2011 (UTC)

Hallo, ich wollte einmal fragen, ob schon jemand der zwei Dissertationen sowie der Habilitationsschrift habhaft werden konnte. Solange die Verifizierung fehlt, dass die originalen Dokumente mit den online Dokumenten im Wesentlichen übereinstimmen, kann an dem Fall nicht weitergearbeitet werden. Die Dissertationen können durch die Deutsche Nationalbibliothek gegen ein Entgelt auch digitalisiert werden. Leider geht das nur als registrierter Nutzer. --BruderGrimm 19:58, 14. Jul. 2011 (UTC)

Komme zufällig mal wieder vorbei und stolpere über diesen Fall. Hochinteressant. Bislang dachte ich, medizinische Dissertationen seien notwendigerweise frei von Plagiaten, denn in diesen kleinen Broschüren ist doch gar kein Platz dafür!? Und außerdem - der Gutachter einer Dissertation sollte es doch bemerken, wenn er dort auf seinen eigenen Text trifft!?? Wie auch immer. Falls Verstärkung gebraucht wird - meine Gasmaske liegt wieder bereit, meine Lesebrille auch. Oder seid ihr schon durch? HgR 20:25, 21. Jul. 2011 (UTC)
Hallo HgR, wir haben da im Moment einiges Interessantes in Vorbereitung -- und Deine Mitarbeit samt Gasmaske und Lesebrille ist natuerlich hoechst willkommen :-) Hindemith 21:22, 21. Jul. 2011 (UTC)
Gut, ich melde mich dann gegen 20 Uhr im Chat. Falls keiner da ist, nochmal gegen 21 Uhr. Übrigens, ich lese soeben, die Autorin wurde jüngstens von ihrem ehemaligen Doktorvater in den Vorstand einer bedeutenden medizinischen Institution gehievt. Hier scheint sich mir ein großer Sumpf aufzutun. Eventuell finde ich auch noch meine alten Gummistiefel wieder. HgR 07:42, 22. Jul. 2011 (UTC)
Danke für alle Fingerzeige bisher. Hab' schon mal reingeschaut in die Arbeit, die mir leider noch nicht als OCR vorliegt. Sie ist ja für eine med. Diss. erstaunlich umfangreich, über 100 Seiten, davon ca. 40 (geschätzt) tatsächlicher Inhalt. Die Themenstellung ist aus dem Bereich Kardiovaskular, glücklicherweise, das kann ich lesen. Inhaltlich würde ich sagen, alles unauffällig, sprich wie üblich in med. Dissertationen (seufz). Von wesentlicher Bedeutung dürfte der Vergleich mit Vahl sein. Ich bitte um ein Signal, sobald die Arbeiten als OCR vorliegen. HgR 08:17, 23. Jul. 2011 (UTC)
Möglicherweise ist das jetzt ein Fall, der auch diejenigen nachdenklich machen könnte, die bisher zu Bagatellisierungen neigten. Denn hier wird Abstraktes konkret und führt letztlich auch zu der Frage: Mag man als Patient in spe sich eigentlich auch von Aufschneidern aufschneiden lassen wollen? -- 16:10, 23. Jul. 2011 (UTC) 213.102.100.81
.
Inzwischen wird dieser Fall offenbar von der Presse aufgegriffen: http://www.rhein-zeitung.de/nachrichten_artikel,-Verdacht-auf-Plagiat-wird-jetzt-geprueft-_arid,280268.html
Versteht jemand in diesem Zusammenhang die Stellungnahme der Pressechefin der Heidelberger Uni-Klinik, die sich a.a.O. wie folgt äußert: "Es häufen sich diese Vorgänge, wo innerhalb der Universitäten mit Schmutz geworfen wird. So wichtig es ist, einen Missbrauch aufzuklären, so unschön ist es, dass es Trittbrettfahrer gibt."
Der nächste Satz in dieser Meldung lautet: "Gemeint sind Vorwürfe von anonymer Seite, zum Beispiel auf den einschlägigen Plattformen im Internet." - Das macht für mich keinen Sinn: a) VroniPlag bewegt sich nicht "innerhalb der Universitäten" - oder ist VP eine Einrichtung der Heidelberger Uni? b) Wer ist mit Trittbrettfahrer gemeint? Falls das eine Anspielung auf VP sein soll: Ich denke eher, dass VP der Avantgardist ist, und kein Trittbrettfahrer im Sog der Ereignisse. Insgesamt eine sehr merkwürdige Stellungnahme. Vielleicht hat noch jemand eine andere Interpretation für diese kuriosen Äußerungen? 87.122.42.159 21:32, 23. Jul. 2011 (UTC)
Das Problem, dass die Pressechfin ansprach, ist, dass auch ungerechtfertigte Vorwürfe auftauchen könnten, weil sich zwei Kollegen nicht grün sind und einer schreibt dann anonym im Internet einfach mal, dass der Kontrahent abgeschrieben habe, selbst wenn es nicht stimmt, nur um dessen Ruf zu beschädigen (unter dem Motto: irgendwas bleibt immer hängen).
Deshalb sind Vorwürfe erst einmal nur mit Vorsicht zu genießen.
Diese Personen sind vielleicht insoweit Trittbrettfahrer, weil sie sich auf den einschlägigen Internetforen etwas Aufmerksamkeit für ihre Vorwürfe erheischen können, d.h. sie haben immerhin die Chance, dass vielleicht doch eine Zeitung das liest und dann darüber schreibt. Dann hat natürlich der Verleumder schon etwas erreicht, denn die Vorwürfen bleiben doch irgendwo ein bisschen hängen und wenn die Arbeit sauber und somit unspektakulär ist, dann wird wahrscheinlich nicht einmal ein Artikel mehr darüber geschrieben werden "Verdacht hat sich nicht erhärtet".
Tacheles 22:17, 23. Jul. 2011 (UTC)
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Ah, okay, das ist tatsächlich eine schlüssige Variante: Du meinst, der Informant, der diesen Fall hier (bzw. auf PlagiPedi) gemeldet hat, ist der "Trittbrettfahrer". Ich bin über den genauen Ablauf der Meldung zu diesem Fall nicht ganz im Bilde, aber soweit ich weiß, wurden hier ja auch gleich konkrete Hinweise geliefert (ganz im Gegensatz zu den meisten übrigen Anschuldigungen hier, bei denen meist nur ein Name genannt wird, ohne weiteres belastbares Material zu liefern - was übrigens die Voraussetzung für eine solche Meldung auf VP ist, ohne Nennung des Klarnamens des Beschuldigten - was andernfalls auch zur unmittlebaren Löschung des Threads führt). 87.122.42.159 22:50, 23. Jul. 2011 (UTC)


Die Pressechefin hat sich wohl nur allgemein geäußert. Dass aus Prinzip Vorwürfe erst einmal ganz skeptisch betrachtet werden, weil sie eventuell auch von einem "Trittbrettfahrer" stammen könnten.

Tacheles 23:09, 23. Jul. 2011 (UTC)


Gemach, Gemach. Erstens geht es hier, jedenfalls für mich, nur nebensächlich um die Frau Doktor X. Viel interessanter ist in diesem speziellen Fall die Rolle der beteiligten Professoren. Der Sumpf halt. Wer da wen einen Trittbrettfahrer nennt, ist doch völlig uninteressant. Grundsätzlich gilt für die Arbeit auf VP, hier wie immer: cool bleiben, Artefakte lesen und vergleichen, fragmentieren, betrachten, bewerten. HgR 05:00, 24. Jul. 2011 (UTC)