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Forum: Übersicht > Plagiatsprüfung ausweiten!
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Ich unterstütze voll die Arbeit von VroniPlag. Hier geht es um die Integrität der Wissenschaft und nicht um die Person an sich. Ich bin der Meinung, dass man hier nicht nur Doktorarbeiten, sondern weitere Abschlussarbeiten wie Diplom-, Master- und Bachelorarbeit untersuchen soll. Aus meiner Sicht ist eine Diplomarbeit bzw. Magisterarbeit sogar noch wichtiger als eine Doktorarbeit, denn erst durch sie wird der Kandidat zum Akademiker gemacht. Und erst durch den akademischen Abschluss werden viele berufliche Laufbahnen (z. B. Beamte im höheren Dienst) ermöglicht. Wir wollen doch keine schummelnden Oberstudienräte auf unsere Kinder loslassen oder?


Die schummelnden Oberstudienräte wissen aber dann ganz genau wie es geht, kommen also den betrügenden Schülern sofort auf die Schliche, weil sie ja nicht in einem "Vertrauensverhältnis" schwelgen, weil sie ganz sicher aus eigener Erfahrung :-) wissen, dass es skrupellose Betrüger auf der Welt gibt. Bessere Kontrolleure kann man dann fast nicht haben! Vermutlich sind gerade Betrüger bei anderen nicht nachsichtig, zumindest wenn man danach urteilt, was die so über andere Plagiatoren sagen. Z.B. fand (und findet!) ein Herr Chatzimarkakis den Rücktritt von Herrn Guttenberg "folgerichtig" etc. ... :-)

Nichts desto trotz haben Sie natürlich recht, die Arbeiten sollten gut kontrolliert werden. Wie könnte man das angehen? Mein Vorschlag wäre, dass es im ersten oder zweiten Semester eine Vorlesung "Wissenschaftliches Arbeiten" gibt, an deren Ende dann jeder eine aktuelle Abschlussarbeit nach Plagiaten prüfen muss. Der Vorteil wäre, dass dann schon am Anfang den Leuten klar ist, dass Plagiate nicht lustig sind, die Abschlussarbeiten "kostenlos" überprüft werden und da am Anfang verhältnismäßig viele Studenten in den Vorlesungen sind, mehr Personen zur Verfügung stehen als es Abschlussarbeiten gibt, d.h. das die gleiche Abschlussarbeit von versch. Personen gleichzeitg geprüft wird, so dass die Prüfung nicht von einer Person allein abhängt.


Nur die Unis müßten sich halt auch mal aus ihrer bürokratischen Herumdümpelei ein klein wenig lösen und was tun, denn wenn man wirklich will, geht alles.

Welchen Vorschlag/welche Vorschläge hätten Sie zur Prüfung der Abschlussarbeiten?

PlagiatorWatch 08:05, 1. Sep. 2011 (UTC)


Anlog zu div. Promotionsordnungen:

Aufnahme in eine "Prüfungsordung für Bachelor- und Masterarbeiten":

- Abgabe der Abschlussarbeit zusätzlich in digitaler Form

- Eidesstattliche Versicherung, z.B. analog zur Dissertation (Quelle LMU München):

 "Eidesstattliche Versicherung gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 6:
 Eidesstattliche Versicherung:
 Hiermit versichere ich an Eides statt, dass die Dissertation:
 selbständig und ohne unerlaubte fremde Hilfe angefertigt und keine
 anderen, als die von mir angegebenen Schriften und Hilfsmittel benutzt wurden.
 Die den benutzten Werken wörtlich und inhaltlich entnommenen Stellen sind kenntlich gemacht."

- Hinweis: ...auch bei nachträglich festgestellten Plagiaten innerhalb 5 Jahre wird der verliehene akademische Grad von der Hochschule aberkannt. Kp (88.65.242.139 09:33, 1. Sep. 2011 (UTC))


Dass man nicht abschreiben darf, weiss jeder Student. Es wird aber trotzdem gemacht. Die Unis haben nach und nach Plagiatssoftware im Einsatz. Das Problem ist, dass die Software nicht zuverlässig arbeitet. Man kann den Satzbau umstellen und einzelne Wörter hinzuschreiben bzw. weglassen.

Was ich hier meine, ist: wieso wurden hier bisher nur Doktorarbeiten überprüft? und nicht Examensarbeiten! Aus meiner Sicht sind Examensarbeiten wesentlich wichtiger, denn erst durch den akademischen Grad kann man viele Berufe ergreifen (Apotheker, Wirtschaftsprüfer, Lehrer, Beamte im höheren Dienst). Man muss deshalb gerade die Examensarbeiten der höheren Beamten stärker kontrollieren! Ich vermute hier eine wesentlich höhere Erfolgsquote.

Ich kann ein paar Gründe benennen, weswegen auf VroniPlag nur Doktorarbeiten überprüft werden:
  • Der Doktorgrad ist der einzige akademische Grad, den man sich in Ausweise/Pässe oder auf Bankkarten eintragen lassen kann. D.h. es wird sofort ersichtlich, wer Doktor ist, und wer nicht.
  • Dissertationen müssen publiziert werden. Somit ist diese dann für jeden Interessierten öffentlich einsehbar und somit auch mit anderen Werken vergleichbar.
Schon diese beiden Punkte machen deutlich, dass Doktoren viel mehr "in der Öffentlichkeit" sind als andere Studierte ohne diesen zusätzlichen Abschluss. Trägt jemand einen Doktorgrad, braucht man nur auf www.d-nb.de nachschauen und findet meist sofort die zugehörige Dissertation. Bei Interesse kann man sich diese dann in einer Bibliothek kostenfrei besorgen und genüsslich durchlesen. Bei den anderen Abschlussarbeiten (Diplom, Master, Bachelor) sieht es dagegen viel problematischer aus. Diese sind seltenst öffentlich zugänglich, so dass hier kaum Möglichkeiten bestehen, dass externe Personen diese Lesen können.
Ein weiterer Punkt, etwas extra von obigen, ist die Anzahl der Abschlüsse. Promotionen gibt es jedes Jahr in Deutschland in 5-stelliger Höhe, die Zahlen schwanken zwischen 15000 und 30000. Wollte man allein alle Promotionen durchsuchen, müsste man dafür 100000 Leute beschäftigen. Und jetzt das ganze auf alle anderen Abschlüsse ausgeweitet, da würde die Arbeitslosenzahl gegen 0 tendieren. ;) Worauf ich hinaus will: Es ist einfach nicht schaffbar, schon garnicht von den paar Leuten auf VroniPlag. Dann sollte man sich lieber auf das beschränken, was man machen kann. Und das sind konkrete Anfangsverdachte für Plagiate in Dissertationen. Sotho Tal Ker 23:03, 2. Sep. 2011 (UTC)