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Forum: Übersicht > Eure Meinung zu Chatzimarkakis bei Lanz
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Hallo alle zusammen, ich habe bei Guttenplag noch 7 Plagseiten beigesteuert, hier bin ich aktuell nicht aktiv. Kann mich einer erhellen? Gestern sagte Chatzi. bei Lanz, dass das Vroniplag wortwörtliche Textpassagen von nicht zitierprflichtigen juristischen Zeug o.ä. anprangern würde. Das würde die Niederrtracht vom Vroniplag zeigen. Worauf bezieht er sich? Herzlichen Dank, Valdemarweilsimwaldgeschah 82.113.98.164 19:09, 18. Mai 2011 (UTC)

Ich habs mir angeschaut. Er führte zwei Beispiele von Fragmenten auf, die möglicherweise nicht korrekt kategorisiert sind. Das eine, ein Verschleierungsplagiat, das möglicherweise keins ist. Das andere, eine lange, als KomplettPlagiat kategorisierte, fast wörtlich kopierte Textpassage, an deren Ende die Quelle durch eine Fußnote angegeben ist. Streng genommen ist durch die Fußnote nur der letzte Satz gekennzeichnet und man kann nicht erkennen, wie lang das Zitat ist. Dadurch kann der Eindruck erweckt werden, als seien große Teile eine eigenständige Formulierung des Autors und kein Zitat. So etwas nennt man BauernOpfer (andere Plagiatskategorie). Chatzimarkakis spricht in so einem Fall lediglich von formalen Fehlern beim Zitieren. Auffallend ist die Häufigkeit derartiger Textstellen in der Diss. Dass beim Kategorisieren durchaus Fehler passieren können und die Fragmente noch nicht von mehreren Nutzern gründlich geprüft worden sind, hat Chatzimarkakis nicht erwähnt. So wie ich das sehe, enthalten viele Fragmente noch Fehler, da gibt es noch viel zu tun. Das heißt aber nicht, dass die Vorwürfe deshalb substanzlos sind.- Hood 19:41, 18. Mai 2011 (UTC)


Okay, danke - Hood. Ich musste gestern an die Bundestagsrede von Guttenberg denken, wo er weiszumachen versuchte, dass sich die Fehler auf nur zwei Fußnoten beschränkten. Zu Chatzi: Bei wortwörtlichen Zitaten wird oftmals übersehen, dass die diese besondere Zitatform in aller Regel nur dann eingesetzt werden sollte, wenn in der exakten Formulierung ein besonderer Wert liegt. Dies ist sicherlich in sprachwissenschaftlichen // literaturwissenschaftliche usw. Arbeiten der Fall, weniger in BWL/VWL/Jura und anderen Fachgebieten. Valdemarweilsimwaldgeschah 89.204.154.161 20:51, 18. Mai 2011 (UTC)


Hi, (ich mache mal keinen neuen thread dafür auf.)

Laut diesem Artikel kann Chatzimarkakis zu jedem "Fund" Stellung nehmen. Wäre es dann nicht angebracht dem Herrn Chatzimarkakis dies zu ermöglichen und ihm einen schönen Account zu erstellen? Dann könnte er doch hier gleich schön mitarbeiten.

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"Mit charakteristisch sanfter Stimme fragte Lanz den Politiker, ob er seinem verstorbenen Großvater auf dessen Beerdigung tatsächlich die eigene, frisch gedruckte Doktorarbeit ins Grab gelegt hat. Chatzimarkakis bejahte und erklärte, dass der Herr Großvater damals die Veröffentlichung nur um ein paar Tage verpasst hatte. Er habe mit dieser Geste Abschied nehmen wollen. Mehr brauchte Markus Lanz nicht zu hören. Wie könne es denn dann angehen, dass Chatzimarkakis in der Art albanischer Hütchenspieler systematisch in dieser Doktorarbeit geschummelt habe?"

http://tastenundtinte.wordpress.com/2011/05/18/markus-lanz-wider-den-journalistischen-anstand/ --195.46.44.53 21:21, 19. Mai 2011 (UTC)

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Zunächst war Lanz ja schlecht gebrieft, als er eingangs von 21 Prozenten der Seiten sprach, weil am Vormittag schon die über 30% aktueller Stand waren.

Als Erklärung war das, was Chatzimarkakis von sich gab, sicher sehr dünne, aber er war im - für diesen Zeitpunkt - passenden Kontext. Im Hinblick auf Krisenkommunikation war das m.E. ein geeignetes Umfeld, da das Thema Plagiarismus in diesem medialen Kontext von Lanz nur anschlussfähig gesteuert werden konnte. Will heißen: man bohrt nicht zu tief, lacht halt hernach wieder gemeinsam, alles ist nicht so schlimm und man kann sich unbeschwert den Gender-Platitüden des mir bis dato unbekannten Comedians widmen. Dass er sich zwei medial darstellbare, mglw. wenig solide Plagiatsvorwürfe schnappt, geht doch okay. Es gabt ja niemanden dort, der konterte oder ihm schwierigere Brocken vorwarf.

Die neuere "Forderung" an VroniPlag, jede plagiatsverdächtige und dokumentierte Passage erklären zu wollen, ist dagegen viel interessanter - wenn er es denn wahr macht. Das glaube aber ich nicht, das könnte auch Getöse sein. Das sollte jedoch willkommen geheißen werden. Bedeutsam ist dann aber nicht, was hier gemeint wird, sondern ob die Erklärungen von der zuständigen Kommission akzeptiert werden.

Politics meets Science - verschiedene Währungen prallen aufeinander (Macht vs. "Wahrheit").78.54.10.29 05:24, 20. Mai 2011 (UTC)



so richtig passt es hier nicht hin, hintergrund zu chatzimarkatis: RTL EXTRA - Plagiatsjäger (ca. 10min.)

http://www.youtube.com/watch?v=x2PVc7hKXlY&feature=related --195.46.44.53 22:14, 19. Mai 2011 (UTC)

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Zitat von Chazimarkakis aus dem Interveiw von RTL EXTRA:
"Wissenschaftliches Arbeiten heißt zum größten Teil Abschreiben. Zum größten Teil, Dinge, die in der Wissenschaft schon bekannt sind, zusammenzutragen, klar zu belegen, also den Gedanken, den man - oder auch den Text, den man von jemand anders hat, eindeutig nachzuweisen, um dann aber auch zu einem neuen Schluss zu kommen."
Auf www.chatzi.de gibt er in seiner Stellungnahme bekannt, dass er drei verschiedene "Zitierweisen" verwendet hat, was "Raum für Spekulationen" schaffe:
"Zitate (teilweise) kursiv eingerückt und mit Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote;
Zitate nicht kursiv, eingerückt und mit Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote;
Zitate im Fließtext, nicht eingerückt und ohne Anführungszeichen, ausgewiesen durch Fußnote."
Meine Meinung: Ich nehme ihm sogar ab, dass er selbst davon überzeugt ist, was er sagt. Die Empörung scheint mir nicht gespielt zu sein. Die dritte Zitierweise ist jedoch ein klares Bauernopfer, wenn der Abschnitt aus mehreren Sätzen besteht. Daran ändert sich auch nichts, wenn er dies zu seiner persönlichen Zitierweise erhebt. Mit "klar zu belegen", oder "eindeutig nachzuweisen" hat das auch nicht viel zu tun. Diese vermeintlichen Zitate sind in der Arbeit überaus häufig, oft sehr lang, und man kann anhand der Fußnote nicht erkennen, wieviel tatsächlich übernommen ist. Ob man an der Universität Bonn die Ansicht teilt, dass "wissenschaftliches Arbeiten zum größten Teil Abschreiben heißt", das wird sich zeigen.- Hood 01:01, 20. Mai 2011 (UTC)
Sehr treffend kommentiert mE. Dazu auch der lesenswerte Blog-Beitrag von Stefan Weber. KayH 01:14, 20. Mai 2011 (UTC)

--- Guten Tag, Chatzi hat in der Presse Vroniplag aufgefordert seine Antwort öffentlich zu machen. Meine Frage dazu: Gab es vom ihm denn schon eine Antwort, die an Vroniplag ging?


--- Eine neue Kommunikationsstrategie, aha. Dadurch wird der Name Charizakis oder so bekannter und natürlich auch die Doktorarbeit, die leider sonst nur vor sich hingammelt. Durch den offensiven Umgang mit der Materie wird Vroniplag nun mal ordentlich in Frage gestellt und der Laie, der sich eh nicht interessiert, wird sagen, ok. das ist doch alles nicht so schlimm, was haben die denn. Es kommt jetzt sehr viel auf die Uni Bonn an. Wenn die keine Plagiate sieht, dann ist Vroniplag schwer geschädigt. Sieht sie die Plagiate, dann kann der Karalambos immer noch sagen, das sei früher anders gewesen und zumindest seine Posten halten und sein Gesicht wahren. In diesem Sinne macht er die Sache wirklich gut.


---

anbei ein weiteres unangemessen platziertes video (ca. 48min.): http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1311264/Stuckrad-Late-Night-vom-14.-April-2011?bc=sts;suc&flash=off

auftritt chatzimarkakis ca. ab min. 17, online-dr.-outing ab ca. min. 21:30 --195.46.44.53 19:30, 20. Mai 2011 (UTC)

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Ich hab's mir auch angeschaut, Hood. Aber ich teile Ihre Meinung nicht, dass er (Chatzimarkakis) überzeugt ist, unschuldig zu sein. Meine persönliche Meinung (und darum wurde ja gebeten): Als er -live!- vollkommen überrascht wurde davon, dass auch sein Schwindel aufgeflogen ist, stammelte er diesen Unfug Wissenschaft=Abschreiben in die Kamera. Dafür hat er wahrscheinlich mit seinen PR-Leuten ordentlich Ärger bekommen, und die haben ihn auch erst mal aus dem medialen Verkehr gezogen. Dann hat man sich in Ruhe zusammengesetzt und eine Strategie ausgetüftelt, die da nun lautet: Flucht nach vorne! Und die dazu passende Taktik: "Nein, ich habe nicht abgeschrieben, ich habe nur anders zitiert als üblich." Das ist immerhin mutig. So mutig, wie -vergleichsweise- der erwischte Autofahrer dem verblüfften Schutzmann erklärt: "Nein, ich habe nicht die rote Ampel ignoriert, Herr Wachtmeister! Ich habe nur eine alternative Methode des Anhaltens verwendet." Ich kann mir vorstellen, dass die Öffentlichkeit sich davon zeitweise täuschen lässt. Nicht aber der Prüfungsausschuss in Bonn. Hansgert Ruppert 07:01, 21. Mai 2011 (UTC)

Köstlich, Hansgert, der Vergleich! - Allerdings denke ich nicht, daß sich die Öffentlichkeit davon tatsächlich täuschen lassen wird, auch nicht zeitweise. KayH 07:08, 21. Mai 2011 (UTC)
Nan ja, was er später bei Lanz dazu verlauten ließ, klang nicht so viel anders als seine Äußerungen gegenüber dem RTL-Team (nach der SMS), fand ich. Interessant ist auch, dass er bereits bei Stuckrad am 14. April von sich aus explizit auf die Verwendung der "Englischen Zitierweise" (was auch immer er darunter versteht) in seiner Arbeit hingewiesen hat. Ob er da schon befürchtet hat, hier könnte noch etwas auf ihn zukommen?- Hood 07:40, 21. Mai 2011 (UTC)

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Ich habe mir einige interessante Aussagen Chatzimarkakis' in der ZDF-Sendung "Lanz" vom 17. Mai 2011 notiert und Fragen dazu formuliert:

„ … ich bin noch Dr. Chatzimarkakis …“

Hält C. eine nachträgliche Aberkennung des Doktortitels für möglich? Das wäre inkonsequent, da er doch behauptet, seine Fehler seien bereits im Gutachten und bei der Benotung berücksichtigt worden.

„Ich habe geschlampert zitiert.“

Aber immerhin zitiert!

„Ich habe drei verschiedene Zitierweisen benutzt, weil die Arbeit über mehrere Jahre entstanden ist.“

Auch die fragliche dritte Zitierweise ist also eine Zitierweise.

„Es ist mir schon wichtig zu unterscheiden zwischen 'Stehlen', also, Plagiat heißt ja, sich etwas aneignen, was man nicht nachweist, und zwischen Formalkriterien, die nicht eingehalten werden. Das is so wie wenn Sie nen Aufsatz schreiben in der Schule und dann hat die Lehrerin dahintergeschrieben, also, dein Aufsatz ist schön, aber du hast’n paar Rechtschreibfehler gemacht.“

C. negiert also eine Täuschungsabsicht.

„ … hab im Fließtext sozusagen - am Ende des Absatzes - eine Fußnote gesetzt und dann konnte man sehen, da kommt es her.“

Konnte man es dann wirklich sehen? Wurde diese Zitierweise in der Arbeit explizit verabredet?

„Am Ende des Absatzes gekennzeichnet, aber, und das ist mein Formalfehler, nicht per Zitat, nicht per Anführung oder kursiv abgesetzt.“

Ist die dritte "Zitierweise" also doch kein Zitat?

„Erstens steht ja am Ende des Absatzes, dass es irgendwoanders herkommt. Zweitens passt man dann oft im Fließtext die Sprache an seinen eigenen Sprachduktus an.“

Kann man einen Text, dessen sprachliche Gestalt verändert wurde, noch ein Zitat nennen?

„Weil das in der Wissenschaft mittlerweile auch üblich ist und weil das auch nicht Pla -- wenn Sie’s belegen, und das ist das Entscheidende, Sie müssen sagen, der Gedanke is woanders her, selbst wenn Sie ihn verändern.“

Man stelle sich vor, die von C. gewählte Art des Bauernopfers wäre in der Tat legitim. Dann wäre die Arbeit, eine eigene sprachliche Formulierung für einen Gedanken zu finden, in der Wissenschaft nicht mehr notwendig. Ist das eine, wenn schon nicht sehr gute, so doch zumindest akzeptable Arbeitsweise?

„Aber es ist ein Unterschied, ob man Formalfehler macht oder ob man hingeht und sagt ‚der stiehlt’. Das ist ehrabschneidend …“

„Ich gehöre zu der Generation, die genau in der Phase war, wo’s Google noch nich gab, wo’s aber schon Internet gab, also es -- wir sind leichte Opfer, weil bei uns konnte man schon viel Internet machen, aber wir ham auch noch viel mit mit Ausschneiden und Hand und Anmalen und -- also da -- heute sind die Standards weiter gesunken, weil heut kann man copy-paste ja mit’m Computer machen, da sind die Standards noch weiter gesunken.“

Was soll diese Aussage bedeuten? --Christianfernandes 21:24, 29. Jun. 2011 (UTC)