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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 3, Zeilen: 1-16
Quelle: Grabowski 1999
Seite(n): 38, Zeilen: 14 ff.
[Um die Schwierigkeiten im sprachlichen Umgang der Schüler mit Raum zu untersuchen, sind] zuerst die Voraussetzungen raumbezogener Kommunikation zu klären: Welche sind die Bedingungen, unter denen die Verständigung über räumliche Relationen von Objekten überhaupt funktionieren kann? Hier beziehe ich mich auf Wolfgang Klein (1994: 165), der die folgende Unterteilung macht:
1) Sprecher und Hörer müssen die gleiche allgemeine Raumauffassung, also Vorstellung des Raumes und der charakteristischen Raumrelationen haben, auf die sich die Äußerungen beziehen (Kapitel 2.1).
2) Sprecher und Hörer müssen die Bedeutung der verwendeten Raumausdrücke kennen, d.h. wie Objektrelationen und sprachliche Ausdrücke zusammengehören (Kapitel 2.2).
3) Sprecher und Hörer müssen das in der Äußerung Ausgedrückte mit Kontextinformationen ergänzen – der Sprecher für die Produktion, der Hörer für die Interpretation dieser Äußerung – und in ihren Ergänzungen übereinstimmen, was für die situationsspezifische Belegung der allgemeinen Charakteristika der Raumstruktur notwendig ist (Kapitel 2.3).

Klein, Wolfgang (1994): Keine Känguruhs zur Linken – über die Variabilität von Raumvorstellungen und ihren Ausdruck in der Sprache. In: Kornadt, Hans J.; Grabowski, Joachim; Mangold-Allwin, Roland (Hrsg.): Sprache und Kognition. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag, 163-182.

3.1.5 Drei Voraussetzungen raumbezogener Kommunikation

Welches sind nun die Voraussetzungen, unter denen die kommunikative Verständigung über räumliche Objektrelationen überhaupt funktionieren kann? Ich folge bei der Strukturierung dieser Fragestellung dem Vorschlag Wolfgang Kleins, der die folgende Unterteilung vornimmt (Klein, 1994, S. 165):

(1) Sprecher und Hörer müssen die gleiche oder zumindest eine hinlänglich ähnliche Vorstellung von dem Bereich haben, auf den sich die verwendeten Äußerungen beziehen. Diese Voraussetzung betrifft die allgemeine Raumauffassung des Menschen, also seine Vorstellung des Raumes und der charakteristischen Raumrelationen.

(2) Sprecher und Hörer müssen die Bedeutung der verwendeten Raumausdrücke kennen, das heißt, sie müssen wissen, in welcher Weise Objektrelationen und sprachliche Ausdrücke assoziiert sind.

(3) Sprecher und Hörer müssen das in der Äußerung explizit Ausgedrückte durch „allerlei Kontextinformationen“ ergänzen - der Sprecher als Voraussetzung der Produktion seiner Äußerung, der Hörer als Voraussetzung der Interpretation dieser Äußerung - und in ihren Ergänzungen übereinstimmen. Diese Kontextinformationen sind zur situationsspezifischen Belegung der allgemeinen Charakteristika der Raumstruktur notwendig.


Klein, W. (1994). Keine Känguruhs zur Linken - Über die Variabilität von Raumvorstellungen und ihren Ausdruck in der Sprache. In H.-J. Kornadt, J. Grabowski & R. Mangold-Allwinn (Hrsg.), Sprache und Kognition (S. 163-182). Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.

Anmerkungen

Kein Hinweis, dass die Klein-Rezeption keine Eigenleistung der Verfasserin ist, sondern von Grabowski abgeschrieben wurde. Klein 1994 ist online einsehbar.

Sichter
(Schumann), WiseWoman