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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 24-27
Quelle: Schmidt 2000
Seite(n): 227, Zeilen: 5 ff.
Der pluralistischen Demokratietheorie liegt die Annahme zugrunde, dass prinzipiell alle Interessen in einer Gesellschaft artikuliert und organisiert werden können und dass deshalb grundsätzlich ein Gleichgewicht zwischen allen Interessen herbeigeführt werden kann (Dahl 1971; 1997; Fraenkel 1991).

Dahl, Robert A., 1971: Polyarchy. Participation and Opposition. New Haven, London: Yale University Press.

Dahl, Robert A., 1997: Toward Democracy: A Journey. Reflections: 1940-1997, Berkeley: University of California Press.

Fraenkel, Ernst, 1991 (1964): Der Pluralismus als Strukturelement der freiheitlich-rechtsstaatlichen Demokratie. In: Fraenkel, Ernst: Deutschland und die westlichen Demokratien, Frankfurt / Main: Suhrkamp, S. 297 - 325, hrsg. von Alexander von Brünneck.

Ihren ersten Auftritt hatte die pluralistische Demokratietheorie in Gestalt des Gruppenpluralismus-Konzeptes, das vor allem von Arthur F. Bentley (1908) und David B. Truman (1951) in Studien über die Politik in den Vereinigten Staaten von Amerika entwickelt worden war. [...] Dieser Theorie liegt die Annahme zugrunde, prinzipiell alle Interessen könnten artikuliert und organisiert werden, und deshalb könne grundsätzlich ein Gleichgewicht zwischen allen Interessen herbeigeführt werden. Vor allem in den Beiträgen von Robert Dahl (1971, 1997a, 1997b) und Ernst Fraenkel (1991) wurde die ältere angloamerikanische Gruppenpluralismustheorie zu einer empirischen und normativen Theorie weiterentwickelt, in die die Erfahrungen der politischen Geschichte der angloamerikanischen und der kontinentaleuropäischen Länder des 20. Jahrhunderts eingingen.

Bentley, Arthur F. 1908: The Process of Government. A Study of Social Pressures, Evanston/Ill.

Dahl, Robert A. 1971: Polyarchy. Participation and Opposition, New Haven/London

Dahl, Robert A. 1997a: Toward Democracy: A Journey. Reflections: 1940-1997, Berkeley, 2 Bde.

Dahl, Robert A. 1997b: From Personal History to Democratic Theory, in: Dahl, Robert A., Toward Democracy: A Journey. Reflections: 1940-1997, Berkeley, Bd. 1, 3-15

Fraenkel, Ernst 1991 (1964): Deutschland und die westlichen Demokratien. Mit einem Nachwort über Leben und Werk Ernst Fraenkels, hrsg. v. Alexander von Brünneck, Frankfurt a.M.

Truman, D.B. 1951: The Governmental Process, New York

Anmerkungen

Übernahme mitsamt drei Referenzen.

Genau betrachtet wird die Aussage, die die Verf.in Dahl (1971 und 1997) und Fraenkel (1991) zuschreibt, diesen von Schmidt (2000) gar nicht zugeschrieben. Bei Fraenkel ergänzt sie den Titel eines Kapitels.

Wertung als Bauernopfer, da Schmidt im folgenden Absatz referenziert und auch wirklich rezipiert – siehe dortige S. 229 – wird (in diesem Absatz wird er zwar zweimal angeführt, die entspr. Ausführungen stammen aber tatsächlich von Guggenberger (2005), siehe Fragment 070 17).

Dahl (1997) und Fraenkel werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der untersuchten Dissertation ausschließlich an dieser Stelle genannt.


Beurteilung durch das erste Prüfgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des ersten FU-"Schlussberichts" von 2019 im Jahr 2020):

Kategorie 2 ["Paraphrasierung von Texten mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, i.d. R. ganzer Satzteile"] / Kategorie C ["Nennung der Quelle im Kontext bei Möglichkeit eindeutiger Zuordnung"] (PDF-Datei des ersten Schlussberichts mit Anlagen, S. 3 u. 15)

Begründung: "Paraphrasierung mit deutlichen wörtlichen Textübernahmen, Quelle ist eindeutig zuzuordnen" (ebd., S. 15)

Gemäß erstem Schlussbericht gelten Fundstellen der Kategorie C als "geringfügige Mängel" und "Formfehler, die das Gremium als Bagatellen bewertete" (ebd., S. 4).




Beurteilung durch das zweite Prüfgremium der Freien Universität Berlin
(s. hierzu auch Publikation des zweiten FU-"Schlussberichts" 2021):

Kategorie 1 ["Wörtliche Übernahme fremder Texte ohne Quellennennung"] / Kategorie 5 ["Übernahme von Zitaten und/oder Literaturverweisen ohne Quellennennung"] (PDF-Datei des zweiten Schlussberichts mit Anhängen, S. 15)

Anmerkung des Gremiums: "Es werden ganze Satzteile sowie die von Schmidt (2000) zitierten Werke übernommen. Schmidt (2000) wird später genannt, die Zuordnung der übernommenen Texte ist aber nicht möglich." (ebd.)

Gemäß zweitem Schlussbericht sind Fundstellen der Kategorie 1 "eindeutig als Plagiate im engeren Sinne zu bezeichnen, d.h. wörtliche Übernahmen von Textpassagen ohne Kenntlichmachung und ohne Angabe der Originalquelle." (ebd., S. 6) "In diesen Fällen liegt objektiv eine Täuschung vor." (ebd., S. 7) "Überdies bekräftigt die Häufigkeit der Kategorie 5 (27 Fundstellen) im Zusammenhang mit Kategorie 1 oder 3 die Überzeugung des Prüfgremiums, dass Teile der zitierten Literatur nicht von der Verfasserin eigenständig bearbeitet wurden." (ebd.)


Sichter
(Stratumlucidum) Schumann