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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
xerendip
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 1-16, 22-30
Quelle: Hartig 2004
Seite(n): 0, Zeilen: 0
[Stress aus transaktionaler Sicht ist demnach eine zweckmäßige Zusatzregulation bzw. Alarmreaktion, die in kritischen Belastungssituationen eintritt, wenn Grundbedürfnisse] bedroht sind und damit existenzielle Konsequenzen möglich werden. Diese ist verbunden mit dem Gefühl,
• bestimmte Situationen nicht unter Kontrolle zu haben (situationsbezogener Kontrollverlust), 
• sich selbst nicht unter Kontrolle zu haben (mangelnde Selbstkontrolle),
• sich nicht entwickeln zu können,
• auf sich selbst gestellt zu sein und keine Hilfe erwarten zu können (mangelnde soziale Integration, unzureichende soziale Unterstützung, Befürchtung von Isolation).

Letzteres ist die soziale Komponente von Stress, die im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung hier besonders interessiert. Kritische Lebensereignisse (change events, major life events, stressfull live events) stellen in ihrer Struktur komplexe Stressoren dar, deren Ursprung endogen wie exogen sein kann und die das bislang aufgebaute Personen-Umwelt-Passungsgefüge bedrohen.28 Für eine davon betroffene Person werden diese Alltagswidrigkeiten, dann zum Stressor, wenn sie entsprechend negativ empfunden und bewertet werden sowie subjektive Relevanz besitzen. In diesem Fall können sie gesundheitsbedrohend werden.

[...]

Mit sozialer Unterstützung bei Stress ist ein Prozess gemeint, bei dem ein Hilfebedürftiger Unterstützung erhält, um seinen Zustand zu verändern oder dessen Ertragen zu erleichtern. Der Mensch ist ein soziales Wesen und schöpft einen guten Teil seines Wohlbefindens aus der Eingebundenheit in ein Netz von anderen Menschen, innerhalb dessen er Aufmerksamkeit, Anerkennung und ein Gefühl der Zugehörigkeit erfährt. Im Bedarfsfall wird ihm hier auch konkrete Hilfe und Unterstützung zuteil. Ist eine solche Einbindung als Ressource nur unzureichend vorhanden, geht dem Individuum ein bedeutender Stresspuffer verloren. Nach allgemeiner Auffassung kommt der sozialen Unterstützung die Rolle eines Schutzfaktors, einer umweltseitigen stabilisierenden Ressource bei der Stressbewältigung zu.


28 Vgl. Schwarzer et al. 2002.

Stress aus transaktionaler Sicht ist demnach eine zweckmäßige Zusatzregulation bzw. Alarmreaktion, die in kritischen Belastungssituationen eintritt, wenn Grundbedürfnisse auf physischer und psychischer Ebene bedroht sind und damit existenzielle Konsequenzen möglich werden. Diese ist verbunden mit dem Gefühl, ...

... bestimmte Situationen nicht unter Kontrolle zu haben (situationsbezogener Kontrollverlust)

... sich selbst nicht unter Kontrolle zu haben (mangelnde Selbstkontrolle)

... sich nicht entwickeln zu können

... auf sich selbst gestellt zu sein und keine Hilfe erwarten zu können (mangelnde soziale Integration, unzureichende soziale Unterstützung, Befürchtung von Isolation)

[...]

Kritische Lebensereignisse (change events, major life events, stressfull live events), wie sie ausführlich bei Filipp (1981) thematisiert werden, stellen in ihrer Struktur komplexe Stressoren dar, deren Ursprung endogen wie exogen sein kann und die das bislang aufgebaute Personen-Umwelt-Passungsgefüge bedrohen (Filipp, in Schwarzer et al., 2002).

[...]

Für eine davon betroffene Person werden diese Alltagswidrigkeiten, dann zum „Hassle“, wenn sie entsprechend negativ empfunden und bewertet werden sowie subjektive Relevanz besitzen. In diesem Fall werden sie zu „zentralen Hassles“.

[...]

Mit sozialer Unterstützung wird nach Becker und Hurrelmann (beide 1990, zitiert in Seefeldt 2002) ein Prozess gemeint, bei dem ein Hilfsbedürftiger Unterstützung erhält, um seinen Zustand zu verändern oder dessen Ertragen zu erleichtern.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und schöpft einen guten Teil seines Wohlbefindens aus der Eingebundenheit in ein Netz von anderen Menschen, innerhalb dessen er Aufmerksamkeit, Anerkennung und ein Gefühl der Zugehörigkeit erfährt. Im Bedarfsfall wird ihm hier auch konkrete Hilfe und Unterstützung zuteil. Ist eine solche Einbindung als Ressource nur unzureichend vorhanden, geht dem Individuum ein bedeutender Stresspuffer verloren (vgl. dazu Europäische Kommission, 2000). Reschke und Schröder (2000) stützen diese Aussage. Nach ihnen kommt der sozialen Unterstützung die Rolle eines Schutzfaktors, einer umweltseitigen stabilisierenden Ressource bei der Stressbewältigung zu.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter