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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 1-21
Quelle: Kröncke 2011
Seite(n): 10, Zeilen: 5ff
Für den MRSA-Nachweis muss sichergestellt werden, dass es sich um Staphylococcus aureus handelt. Dazu wird ein Koagulase-Agglutinationstest durchgeführt, bei dem nach Vermischung einiger Bakterienkolonien mit fibrinogenhaltigem Plasma, eine Gerinnung stattfindet die makroskopisch sichtbar ist, wenn es sich um S. aureus handelt. Bei Auswahl des Test-Kits muss darauf geachtet werden, dass zusätzlich auch Antikörper gegen Kapselpolysaccharide oder weitere Makromoleküle der Zellwand gerichtet sind, da einige MRSA-Stämme den Verklumpungsfaktor nicht oder nur schwach exprimieren. Eine weitere Variante zur Unterscheidung von Koagulase-positiven und Koagulase-negativen Staphylokokken lässt sich durch Sequenzierung der 16S RNA aufzeigen, darüber hinaus ist die Unterscheidung durch die Gene für die β-Untereinheit der RNA-Polymerase und Hitze-Schock-Protein 60 möglich. Bei der PCR erfolgt der S. aureus-Nachweis durch Beweis einer Sequenz, die die Koagulase-negativen Staphylokokken nicht aufweisen sowie durch das nuc-Gen.

Zum Nachweis der Resistenz sollten sowohl kulturelle als auch molekularbiologische Verfahren eingesetzt werden. Der Latexagglutinationstest ist ein MRSA Schnelltest, der die Oxacillinresistenz mit fast 90 %iger Sicherheit angibt. Auch durch die Automatensysteme Phoenix und VITEK®-2 kann das Methicillinresistenzgen bereits nachgewiesen werden [56, 57, 58]. Der mecA-Gennachweis erfolgt mittels der PCR, wobei auch weitere Resistenzgene durch die Multiplex-PCR nachgewiesen werden können [59].

Bei einem positiven Befund sollte eine Genotypisierung durchgeführt werden. Dies kann durch die Pulsfeldgel-Elektrophorese, die Multilocussequenz-, die SCCmec- oder die spa-Typisierung erfolgen [55].


55. Deurenberg RH, Stobberingh EE. The evolution of Staphylococcus aureus. Infect Gebet Evol. 2008 Jul 29.

59. Grisold AJ, Leitner E, Muchlbauer C et al.: Detection of methicillin-resistant Staphylococcus aureus and simultaneous confirmation by automated nucleic acid extraction and real-time PCR. J Clin Microbiol 2002; 40:2392-2397.

Für den MRSA-Nachweis muss sichergestellt werden, dass es sich um S. aureus handelt. Dazu wird ein Koagulase-Agglutinationstest durchgeführt, bei dem nach Vermischung einiger Bakterienkolonien mit fibrinogenhaltigem Plasma, makroskopisch sichtbar eine Gerinnung von Fibrinogen stattfindet, wenn es sich um S. aureus handelt. Bei Auswahl des Test-Kits muss darauf geachtet werden, dass zusätzlich auch Antikörper gegen Kapselpolysaccharide oder weitere Makromoleküle der Zellwand gerichtet sind, da einige MRSA-Stämme den Verklumpungsfaktor nicht oder nur schwach exprimieren. Eine weitere Variante zur Unterscheidung von Koagulase-positiven und Koagulase-negativen Staphylokokken lässt sich durch Sequenzierung der 16S RNA durchführen, darüber hinaus ist die Unterscheidung durch die Gene für die β-Untereinheit der RNA-Polymerase und Hitze-Schock-Protein 60 möglich. Bei der PCR erfolgt der S. aureus-Nachweis durch Beweis einer Sequenz, die die Koagulase-negativen Staphylokokken nicht aufweisen sowie durch das nuc-Gen.

Zum Nachweis der Resistenz sollten sowohl kulturelle als auch molekularbiologische Verfahren eingesetzt werden. Der Latexagglutinatinstest ist ein MRSA Schnelltest, der die Oxacillinresistenz mit fast 90%iger Sicherheit angibt. Auch durch die Automatensysteme Phoenix und VITEC-2 kann das Methicillinresistenzgen nachgewiesen werden [68, 78, 100]. Der mecA-Gennachweis erfolgt mittels PCR, wobei auch weitere Resistenzgene durch die Multiplex-PCR nachgewiesen werden können [32].

Bei einem positiven Befund sollte eine Genotypisierung durchgeführt werden. Dies kann durch die Pulsfeldgel-Elektrophorese, die Multilocussequenz-, die SCCmec- oder die spa-Typisierung erfolgen [22].


[22] Deurenberg RH, Stobberingh EE. The evolution of Staphylococcus aureus. Infect Genet Evol. 2008 Jul 29

[32] Grisold AJ, Leitner E, Muchlbauer C et al.: Detection of methicillin-resistant Staphylococcus aureus and simultaneous confirmation by automated nucleic acid extraction and real-time PCR. J Clin Microbiol 2002; 40: 2392–2397

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt, trotz fast wörtlicher Übereinstimmung und zweier identischer Literaturverweise.

Sichter
(Hindemith) Schumann